Galerien / Was zählt 13:14 - 03.03.2017

AHV auf abschüssigem Terrain

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Das grosse Thema der Session der Eidgenössischen Räte ist die Sanierung der Altersvorsorge, besonders der AHV. Dass dies bitter nötig ist, zeigt ein Blick auf die Ergebnisse des Sozialwerks. Sie bestehen aus zwei Komponenten: Das Umlageergebnis gibt den Saldo aus Beiträgen der Versicherten und ausgezahlten Renten wieder. Das Betriebsergebnis erfasst zusätzlich das Anlageergebnis des durch den AHV-Fonds angelegten Vermögens. Versicherungstechnisch relevant ist das Umlageergebnis. Der Trend weist seit 2008 steil bergab. Resultierte damals ein Überschuss von gut 2 Mrd. Fr., ergab sich 2015 ein Minus von 580 Mio. Fr. Eine Wende zum Besseren ist nicht zu erwarten – dafür sorgt die Alterung der Bevölkerung. Ein mildernder Effekt geht von der Zuwanderung aus. Doch sie wird künftig wohl eher ab- als zunehmen. Gemäss den Perspektiven des Bundesamts für Sozialversicherungen dürfte der Fehlbetrag 2021 mehr als 1 Mrd. Fr. betragen. Für 2030 wird ein Minus von 7 Mrd. Fr. erwartet. Das Betriebsergebnis unterliegt grösseren Schwankungen als das Umlageergebnis. Das liegt an den sich stets ändernden Bedingungen auf den Finanzmärkten. Der AHV-Fonds erwirtschaftete 2016 für die AHV eine Nettorendite von 3,7%, entsprechend gut 1 Mrd. Fr. Bald wird dieser Ertrag, zumal bei sinkendem Vermögen, nicht mehr ausreichen, um die wachsenden Umlagedefizite zu decken.