Märkte / Derivate 11:15 - 24.10.2016

Aktien lieber mit Option

Die Stillhalterstrategie der Discount-Zertifikate schneidet auch langfristig besser ab als Aktien.
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zum Stichwort
Aktie
Wertpapier , das einen Anteil am Kapital einer Aktiengesellschaft verkörpert. Es sichert dem Eigentümer Mitgliedschaftsrechte (Stimm- und Wahlrecht an der Generalversammlung) und Vermögensrechte (Recht auf Anteil am Gewinn, Beteiligungsquote bei Kapitalerhöhungen oder am Liquidationsergebnis) zu.
Aktienindex
Misst die Entwicklung eines Aktienmarktes. Umfasst ein Portefeuille ausgewählter Aktien eines Landes, einer Region oder einer Branche, deren Kurse unter Berücksichtigung bestimmter Berechnungskriterien den jeweiligen, fortlaufend berechneten Indexstand ergeben.
Ausübung
Geltendmachung des Rechts zum Bezug des im Optionsvertrag fixierten Basiswerts zum Ausübungspreis (physische Lieferung ) oder zum entsprechenden Barausgleich . Findet während (amerikanische Option ) oder am Ende (europäische Option ) der Laufzeit statt.
Ausübungspreis
Preis, zu dem der Käufer einer Option das Recht erwirbt, die zugrundeliegenden Basiswerte zu kaufen (Call ) oder zu verkaufen (Put ). In gewissen strukturierten Produkten ändert sich das Auszahlungsprofil , falls der Basiswert am Ende der Laufzeit über oder unter dem Ausübungspreis schliesst.
Basiswert
Wert (Wertpapier , Währung, Index, Basket respektive Korb , Rohstoff usw.), der einer Option , einem Futures , einem Warrant (Optionsschein) oder einem strukturierten Produkt zugrunde liegt.
Börse
Regelmässig stattfindender, nach feststehenden Usanzen organisierter Markt. Je nach den gehandelten Gütern spricht man z. B. von Wertpapier-, Effekten-, Devisen-, Warenbörsen oder Börsen für derivative Instrumente (Terminbörsen ).
Call
1. Option , die den Käufer berechtigt, aber nicht verpflichtet, einen bestimmten Basiswert in einer bestimmten Menge zu einem im Voraus festgelegten Ausübungspreis bis zu (amerikanisch ) oder an (europäisch ) einem bestimmten Termin zu erwerben (Long Call ). Auf der Gegenseite steht der Verkäufer der Option (Short Call ). 2. Berechtigt den Emittenten zur Kündigung von Obligationen .
Cap
Kurs eines Basiswerts oder ein Zins, den zu erreichen oft darüber entscheidet, ob der Basiswert geliefert oder ein Barbetrag gezahlt wird.
Discount-Zertifikat
Strukturiertes Produkt , emittiert mit einem Abschlag (Discount, Diskont, er bestimmt die Maximalrendite) zum aktuellen Kurs des Basiswerts . Schliesst der Kurs des Basiswerts darunter, erhält der Anleger den Titel geliefert. Andernfalls wird eine Rückzahlung vorgenommen.
Dividende
Der von einer Aktiengesellschaft je Aktie ausgezahlte Gewinnanteil. Die Dividende wird durch die Generalversammlung auf Antrag des Verwaltungsrats festgesetzt. Als Dividende werden auch die Auszahlungen an die Inhaber von Genuss- und Partizipationsscheinen bezeichnet.
Drawdown
Findet der geschäftsführende Fondsanleger (General Partner ) ein zur Ausrichtung des Fund passendes, erwerbbares Private-Equity-Objekt, wird der Kauf durch den Abruf von Kapital bei den beteiligten Fondsanlegern nach Massgabe der anteiligen Kapitalzusagen finanziert.
Kurs
Börsen- oder Marktpreis von Wertpapieren , Devisen , Münzen oder Waren. Der Kurs schwankt je nach Angebot und Nachfrage.
Laufzeit
1. Lebensdauer eines Derivats oder einer Obligation . 2. Frist im Optionsgeschäft, während deren eine amerikanische Option ausgeübt werden kann.
Obergrenze
Kurs eines Basiswerts oder ein Zins, den zu erreichen oft darüber entscheidet, ob der Basiswert geliefert oder ein Barbetrag gezahlt wird.
Option
Das Recht – nicht aber die Pflicht –, innerhalb einer bestimmten Zeit (Laufzeit ) eine feste Menge eines bestimmten Basiswerts zu einem im Voraus fixierten Ausübungspreis zu kaufen (Call ) oder zu verkaufen (Put ). Für dieses Recht zahlt der Optionär dem Verkäufer der Option eine Optionsprämie . Optionen können individuell zwischen den Parteien (OTC-Option ), in einem Warrant verbrieft oder an Terminbörsen gehandelt werden.
Performance
1. Verlauf des Kurses eines Wertpapiers. 2. Meist in Prozenten ausgedrückte Wertentwicklung eines Portefeuilles inklusive Ausschüttungen (reinvestiert). 3. Anlagepolitische Leistung der Leitung eines Anlagefonds, einer Beteiligungsgesellschaft, eines Hedge Fund oder einer Pensionskasse mit Blick auf das Anlageziel.
Prämie
1. Optionspreis , der vom Käufer einer Option an den Schreiber bezahlt wird. 2. Gibt an, um wie viel Prozent der Kurs des Basiswerts steigen muss, damit die Gewinnschwelle erreicht wird. Die Prämie zeigt, um wie viel Prozent ein Basiswert bei Kauf und Ausübung einer Option teurer wäre als mit dem direkten Erwerb der Aktie. 3. Wandelprämie .
Put
1. Option , die den Käufer berechtigt, aber nicht verpflichtet, einen bestimmten Basiswert in einer bestimmten Menge zu einem im Voraus festgelegten Preis (Ausübungspreis ) bis zu (amerikanisch ) oder an (europäisch ) einem bestimmten Termin zu verkaufen (Long Put ). Auf der Gegenseite steht der Verkäufer der Option (Short Put ). 2. Berechtigt den Anleger zur Kündigung von Obligationen .
Risiko
In der Finanzmarkttheorie wird das Risiko einer Anlage an den Ertragsschwankungen gemessen. Risiko und Ertrag stehen theoretisch in einem direkten Zusammenhang: Je höher das eingegangene Risiko ist, desto grösser sollte längerfristig der Ertrag der entsprechenden Anlage ausfallen (vgl. Risikomanagement ).
Rohstoffe
Werden in der Regel standardisiert und auf Termin (vgl. Futures ) gehandelt. Die Palette reicht von Edelmetallen über Basismetalle , Getreide und Ölsaaten , Soft Commodities und Fleisch sowie Milch bis zu Energie.
Schreiber
Verkäufer eines Call oder eines Put (Derivathaus ).
Short-Position
Position, die aus dem Verkauf eines Wertpapiers resultiert und nicht durch den Kauf eines gleichen Titels glattgestellt wird (Position à la baisse).
Stillhalter
Verkäufer von Optionen , der die entsprechenden Basiswerte besitzt (statische Absicherung ).
Strike
Preis, zu dem der Käufer einer Option das Recht erwirbt, die zugrundeliegenden Basiswerte zu kaufen (Call ) oder zu verkaufen (Put ). In gewissen strukturierten Produkten ändert sich das Auszahlungsprofil , falls der Basiswert am Ende der Laufzeit über oder unter dem Ausübungspreis schliesst.
Volatilität
Kursschwankungen eines Basiswerts (vgl. historische Volatilität , implizite Volatilität , Vega , Volatilitätsanalyse , Volatilitätsindex ).
Zertifikat
Strukturiertes Produkt . Teilweise wird der Begriff nicht als Synonym für strukturierte Produkte, sondern nur für Tracker-Zertifikate verwendet.
Zertifikate
Finanzprodukte, die aus derivativen und nichtderivativen Komponenten – beispielsweise Call- und Put-Optionen sowie Aktien , Obligationen und Rohstoffen – zusammengesetzt werden und der Realisierung einer spezifischen Investitionsstrategie dienen. Die Struktur respektive das Auszahlungsprofil wird beispielsweise durch Prämien aus verkauften Optionen, einbehaltene Dividenden , Kapitalmarktzinsen und internationale Zinsdifferenzen finanziert. Aus rechtlicher Sicht sind strukturierte Produkte Schuldverschreibungen des Emittenten , es existiert kein separates, geschütztes Fondsvermögen . Anleger sollten deshalb das Rating des Emittenten beachten.

Wer ein Discount-Zertifikat kauft, limitiert zwar seine Gewinnchance. Trotzdem hat sich diese Strategie nicht nur vorübergehend bei stagnierenden Börsen bewährt, wie es der direkte Vergleich mit Aktien darlegt. Discounter schneiden auch langfristig besser ab als eine Aktienanlage. Das zeigt sich anhand von Optionsstrategieindizes.

Ein Investment in Discount-Zertifikate entspricht dem Kauf von Aktien mit Rabatt und Obergrenze (Cap). Der Gewinn ist also beschränkt, dafür ist das Zertifikat günstiger als sein Basiswert. Während ihrer Laufzeit haben gut 57% von 114 595 untersuchten Discountern, die in Deutschland seit 1999 emittiert wurden, besser abgeschnitten als ihr Basiswert. Das zeigt eine regelmässig aktualisierte Studie von Deutsche Asset & Wealth.

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