Märkte / Aktien 10:00 - 24.05.12

Behavioural Biases – Vorsicht, Falle!

Thorsten Hens
Im ersten Teil der Serie geht es darum, warum sich Investoren oft verschätzen und überschätzen. Das süsse Gift der Gewinne trübt die Urteilskraft.
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zum Stichwort
Aktie
Wertpapier , das einen Anteil am Kapital einer Aktiengesellschaft verkörpert. Es sichert dem Eigentümer Mitgliedschaftsrechte (Stimm- und Wahlrecht an der Generalversammlung) und Vermögensrechte (Recht auf Anteil am Gewinn, Beteiligungsquote bei Kapitalerhöhungen oder am Liquidationsergebnis) zu.
Aufschwung
Wirtschaftliche Aufwärtsentwicklung, Hochkonjunktur. Gegenteil: Rezession .
Börse
Regelmässig stattfindender, nach feststehenden Usanzen organisierter Markt. Je nach den gehandelten Gütern spricht man z. B. von Wertpapier-, Effekten-, Devisen-, Warenbörsen oder Börsen für derivative Instrumente (Terminbörsen ).
Kurs
Börsen- oder Marktpreis von Wertpapieren , Devisen , Münzen oder Waren. Der Kurs schwankt je nach Angebot und Nachfrage.
Obligation
Als Wertpapier ausgestalteter und somit handelbarer Bruchteil (Stückelung ) einer Anleihe .
Performance
1. Verlauf des Kurses eines Wertpapiers. 2. Meist in Prozenten ausgedrückte Wertentwicklung eines Portefeuilles inklusive Ausschüttungen (reinvestiert). 3. Anlagepolitische Leistung der Leitung eines Anlagefonds, einer Beteiligungsgesellschaft, eines Hedge Fund oder einer Pensionskasse mit Blick auf das Anlageziel.
Privatinvestoren
Anleger, die eigenes Geld verwalten. Ab 2 Mio. Fr. Anlagevermögen gelten sie gemäss Verordnung zum KAG als qualifizierte Anleger .
Risiko
In der Finanzmarkttheorie wird das Risiko einer Anlage an den Ertragsschwankungen gemessen. Risiko und Ertrag stehen theoretisch in einem direkten Zusammenhang: Je höher das eingegangene Risiko ist, desto grösser sollte längerfristig der Ertrag der entsprechenden Anlage ausfallen (vgl. Risikomanagement ).
Turnaround
Gelegenheit zum Einstieg in bestimmte Wertpapiere , da sich innerhalb einer Branche oder eines Unternehmens (Turnaround-Kandidat) eine grundlegende Verbesserung abzeichnet.

Bis auf den Mann im Spiegel, den ich jeden Morgen sehe, habe ich noch nie jemanden getroffen, der an der Börse Geld verloren hat. Im Gegenteil: Eine Erfolgsgeschichte nach der anderen wird mir zugetragen. Meine Studenten wurden reich mit Apple, meine Frau mit Gold, und manche Kollegen haben sogar an griechischen Obligationen verdient. Schaut man aber systematisch auf die ­Performance von Privatinvestoren, so ist die Evidenz eher ernüchternd.

Wie Studien des US-Finanzanalysehauses Dalbar zeigen, erreichen Privat­anleger nur selten die Rendite eines breit diversifizierten Index, wie zum Beispiel des MSCI World. Was ist los? Lügen wir bei Geldanlagen? Nicht unbedingt. Viele Studien belegen, dass sich Privatinvestoren gar nicht bewusst sind, dass sie schlechter anlegen als der Markt. Sie tappen in psychologische Fallen (Behavioural Biases), merken es aber nicht, da sie ihr Anlageergebnis nicht systematisch messen.

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