Galerien / Was zählt 14:14 - 10.02.2017

Chinesen schnappen in Europa nicht nur Schnappschüsse

1

Syngenta (SYNN 438.4 0.83%), Gategroup (GATE 52.9 0.38%), SR Technics: Chinesische Investoren haben vergangenes Jahr in der Schweiz kräftig zugegriffen. Doch sie waren auch anderswo in Europa auf Kauftour, in verschiedensten Branchen: Supercell (Videospiele; Finnland), Kuka (KU2 100.35 1.36%) (Automation; Deutschland), Global Switch (Telecom; Grossbritannien) oder Urbaser (Energie; Spanien) sind nur einige von insgesamt 309 Namen. In dieser Aufstellung des Wirtschaftsprüfers EY sind auch Transaktionen einbezogen, die per Ende 2016 noch nicht abgeschlossen waren (z. B. Syngenta); reine Immobilientransaktionen sind darin nicht enthalten. Seit 2006 steigt die Zahl der Übernahmen durch Käufer aus China (einschliesslich solcher aus Hongkong) in Europa stetig; 2016 waren es 48% mehr Deals als im Jahr zuvor. Elf davon betrafen schweizerische Gesellschaften, nach sechs im Vorjahr. In Deutschland kauften sich chinesische Interessenten in 68 Betriebe ein, in Grossbritannien in 47 sowie in Frankreich und Italien je in 34. Die kumulierte wertmässige Entwicklung verläuft naturgemäss nicht parallel zur Stückzahl. Der Ausreisser auf gegen 86 Mrd. $ im vergangenen Jahr ist auf die rund 44 Mrd. $ schwere Transaktion Syngenta-ChemChina zurückzuführen. Wegen dieses wohl einmaligen Effekts liegt die Schweiz 2016 in Dollars auch weit voraus, vor Chinas wichtigsten Zielländern Deutschland und Grossbritannien.