Unternehmen / Schweiz 09:11 - 20.03.2017

CS entscheidet im April über IPO

Der Verwaltungsrat der Grossbank Credit Suisse wird Insidern zufolge wohl im April über den Börsengang des Schweizer Geschäfts entscheiden.
NEU Per E-Mail-Abo Unternehmen folgen*
lesen sie mehr
zum Stichwort
Bezugsrecht
Recht des Aktionärs und des Partizipanten zum Bezug neuer Aktien , Partizipationsscheine oder Wandler , meist in Form eines bestimmten Coupons der Aktie oder des Partizipationsscheins.
Börse
Regelmässig stattfindender, nach feststehenden Usanzen organisierter Markt. Je nach den gehandelten Gütern spricht man z. B. von Wertpapier-, Effekten-, Devisen-, Warenbörsen oder Börsen für derivative Instrumente (Terminbörsen ).
Börsengang
Öffnung einer privaten Aktiengesellschaft, deren Aktienkapital bisher ausschliesslich im Eigentum eines beschränkten Personenkreises lag, zur Publikumsgesellschaft durch die Ausgabe und die Kotierung von Aktien. Auch Initial Public Offering (IPO) genannt. Gegenteil: Going Private .
IPO
Öffnung einer privaten Aktiengesellschaft, deren Aktienkapital bisher ausschliesslich im Eigentum eines beschränkten Personenkreises lag, zur Publikumsgesellschaft durch die Ausgabe und die Kotierung von Aktien. Auch Initial Public Offering (IPO) genannt. Gegenteil: Going Private .
Option
Das Recht – nicht aber die Pflicht –, innerhalb einer bestimmten Zeit (Laufzeit ) eine feste Menge eines bestimmten Basiswerts zu einem im Voraus fixierten Ausübungspreis zu kaufen (Call ) oder zu verkaufen (Put ). Für dieses Recht zahlt der Optionär dem Verkäufer der Option eine Optionsprämie . Optionen können individuell zwischen den Parteien (OTC-Option ), in einem Warrant verbrieft oder an Terminbörsen gehandelt werden.

(Reuters) Eine endgültige Entscheidung, ob das Initial Public Offering (IPO) vorangetrieben werde oder nicht, sei noch nicht gefallen, wie die Nachrichtenagentur Reuters von zwei mit der Sache vertraute Personen erfuhr. Auch Alternativen würden geprüft, sagte eine der mit der Sache vertrauten Personen. «Das IPO, eine Bezugsrechtsemission oder ein beschleunigtes Orderbuch-Verfahren sind zu diesem Zeitpunkt alles mögliche Optionen.» Unternehmensintern habe sich die Sprache geändert, es gebe mehr Fragezeichen.

Ein Sprecher der Credit Suisse erklärte, die Bank habe den Angaben von vor einem Monat nichts hinzuzufügen, zu Marktspekulationen nehme man keine Stellung.

Konzernchef Tidjane Thiam hatte den Teil-Börsengang des Schweizer Geschäfts, auf den die Bank eineinhalb Jahre lang hingearbeitet hat, vor einem Monat auf den Prüfstand gestellt. Seither rätseln die Anleger, ob das zweitgrösste Schweizer Institut gar kein frisches Geld mehr braucht oder das Kapitalloch einfach auf andere Art stopfen will.

Mit dem Verkauf von 20 bis 30% der profitablen Tochter will die Bank ihre Kapitaldecke um bis zu 4 Mrd. Fr. stärken. Auch Investoren haben zuletzt Zweifel and en Plänen geäussert. So riet etwa Grossaktionär Harris Associates der Credit Suisse zu einer Neubewertung der Börsenpläne.

Meistgelesene Artikel

24.03.2017 Markttechnik

SMI: Prognose noch negativ