Märkte / Aktien 10:50 - 10.03.2017

Das Risiko von Einzelaktien

Wer auf Einzeltitel setzt, spekuliert gegen die Wahrscheinlichkeit. Denn die meisten Aktien bleiben hinter Staatsanleihen zurück.
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zum Stichwort
Aktie
Wertpapier , das einen Anteil am Kapital einer Aktiengesellschaft verkörpert. Es sichert dem Eigentümer Mitgliedschaftsrechte (Stimm- und Wahlrecht an der Generalversammlung) und Vermögensrechte (Recht auf Anteil am Gewinn, Beteiligungsquote bei Kapitalerhöhungen oder am Liquidationsergebnis) zu.
Anleihe
Fremdmittelaufnahme am Kapitalmarkt . Anleihen können fix oder variabel verzinst werden. Die als Wertpapier ausgestalteten und somit handelbaren Bruchteile einer Anleihe werden Obligationen oder Bonds genannt.
Bond
Englische Bezeichnung sowohl für eine Anleihe wie auch für ihre handelbaren Bruchteile, also die Obligationen .
Börse
Regelmässig stattfindender, nach feststehenden Usanzen organisierter Markt. Je nach den gehandelten Gütern spricht man z. B. von Wertpapier-, Effekten-, Devisen-, Warenbörsen oder Börsen für derivative Instrumente (Terminbörsen ).
Dividende
Der von einer Aktiengesellschaft je Aktie ausgezahlte Gewinnanteil. Die Dividende wird durch die Generalversammlung auf Antrag des Verwaltungsrats festgesetzt. Als Dividende werden auch die Auszahlungen an die Inhaber von Genuss- und Partizipationsscheinen bezeichnet.
Nasdaq
US-Börse für die Aktien von Technologieunternehmen, die nicht an der Nyse kotiert sind. Im Februar 2008 hat der Nasdaq mit der skandinavischen Gemeinschaftsbörse OMX fusioniert.
New York Stock Exchange
Amerikanische Effektenbörse. Spielt eine Vorreiterrolle unter den weltweiten Börsenplätzen. Seit 2006 selbst kotiert. 2007 mit Euronext fusioniert. Hat 2008 die American Stock Exchange (Amex) gekauft.
Risiko
In der Finanzmarkttheorie wird das Risiko einer Anlage an den Ertragsschwankungen gemessen. Risiko und Ertrag stehen theoretisch in einem direkten Zusammenhang: Je höher das eingegangene Risiko ist, desto grösser sollte längerfristig der Ertrag der entsprechenden Anlage ausfallen (vgl. Risikomanagement ).
Risikoprämie
Differenz zwischen dem risikofreien Zins und dem erwarteten Total Return einer Anlage (bei Obligationen auch als Risikoaufschlag bezeichnet). Je höher das Risiko einer Anlage ist, desto höher muss die Risikoprämie sein. Zudem werden Renditedifferenzen zwischen verschiedenen Anlagen als Risikoprämie bezeichnet.
Staatsanleihe
Anleihe , die von einem Staat zur Deckung seines Finanzierungsbedarfs im In- oder Ausland emittiert wird. Die Renditen der Staatsanleihen dienen als Benchmark für andere Emittenten desselben Staates. Die Schweiz begibt im Unterschied zu anderen Ländern keine Anleihen der Eidgenossenschaft im Ausland.
Swiss Market Index
Wird nach dem Streubesitz der zwanzig bedeutendsten kotierten Schweizer Unternehmen berechnet. Der SMI ist nicht dividendenkorrigiert, ist also ein Preisindex .
Treasury Bills
Geldmarktpapiere mit einer Laufzeit bis 360 Tage, die von den Schatzämtern der USA, Grossbritanniens und Kanadas ausgegeben werden.

Am 2. März kam das Social-Media-Unternehmen Snap, das zwar viel verspricht, aber wenig umsetzt, an die Börse – und ging mit einem Tagesgewinn von 44% aus dem Handel. Wer keine Aktien ergattern konnte, sollte sich jedoch nicht grämen.

Mit grosser Wahrscheinlichkeit hat er damit eine Fehlinvestition verhindert. Das zumindest legt eine Studie des an der Arizona State University lehrenden Finanzprofessors Hendrik Bessembinder nahe.

In einem Aufsatz mit dem Titel «Do Stocks Outperform Treasury Bills?» ging er der Frage nach, ob US-Aktien inklusive Dividenden eine höhere Rendite abwerfen als kurzfristige Staatsanleihen (T-Bills). Für viele Anleger dürfte das eine unsinnige Frage sein, zeigen doch diverse Studien die langfristige Überlegenheit von Aktien.

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