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Blogs / Momentum / Chart des Tages 11:16 - 26.07.2013

Der Chart des Tages

33 Worte, die am 26. Juli 2012 um 12.10 Uhr die Welt veränderten.

Quelle: Bloomberg

«But there is another message I want to tell you. Within our mandate, the ECB is ready to do whatever it takes to preserve the euro. And believe me, it will be enough.»

Diese Worte äusserte Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank, am 26. Juli 2012 um 12.10 Uhr während einer Rede in London.

Sie veränderten die Finanzwelt.

Die beiden Elefanten an der europäischen Peripherie, Spanien und Italien, standen damals an den Finanzmärkten unter enormem Druck, die Rendite zehnjähriger spanischer Staatsanleihen bewegte sich gegen 8%. Das europäische Finanzsystem wankte, die Aktienkurse der Grossbanken sanken immer weiter.

Dann kam Draghi und sein «Whatever it takes». Punktgenau markierte seine Rede die Trendwende an den Märkten, wie obige Grafik zeigt. Die Bondrenditen Spaniens (rote Kurve) und Italiens (blaue Kurve) begannen zu sinken, die Aktienkurse der Banken (graue Kurve, Stoxx 600 (SXXP 332.24 0.72%) Banken-Index) begannen zu steigen.

Draghi gelang das, was zuvor zwanzig Krisengipfel der Euro-Staatschefs, unzählige Beteuerungen der Politiker und die bereits geschnürten Hilfspakete für Griechenland, Irland und Portugal nicht geschafft hatten: Er beruhigte die Finanzmärkte. Dauerhaft. Allein mit Worten.

Ein Jahr ist seither vergangen. Bisher wurde Mario Draghi noch nicht herausgefordert; er musste noch keinen Tatbeweis erbringen, was «Whatever it takes» genau bedeutet, sollte die Panik an den Märkten eines Tages wieder hochkochen.

Ob er noch ein weiteres Jahr erhält?

Den Chart des Tages vom Donnerstag finden Sie hier.

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