Märkte / Makro 11:12 - 06.02.2017

Deutschland mit grossem Auftragsplus

Die deutsche Industrie hat 2016 mit dem grössten Auftragsplus seit zweieinhalb Jahren abgeschlossen.
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Eurozone
Von elf Staaten der Europäischen Union per 1. Januar 1999 realisierter Zusammenschluss (seit 2001 auch Griechenland, seit 2007 Slowenien, seit 2008 Malta und Zypern). Die Teilnehmer haben die geldpolitische Kompetenz der EZB übertragen. Die nationalen Währungen wurden gegeneinander (Wechselkursverhältnisse) und gegenüber der Einheitswährung Euro fixiert.

(Reuters) Die deutsche Industrie hat das Jahr 2016 dank der kräftigen Nachfrage aus dem Inland und der Eurozone mit einem dicken Auftragsplus abgeschlossen. Die Betriebe sammelten im Dezember 5,2% mehr Bestellungen ein als im Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Montag mitteilte. Das war der kräftigste Zuwachs seit zweieinhalb Jahren. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich ein Plus von 0,5% erwartet. Im November hatte es noch einen deutlichen Rückgang von 3,6% gegeben. Im gesamten Schlussquartal 2016 nahmen die Aufträge um 4,3%  zum Vorquartal zu. «Dies signalisiert eine weitere Belebung der Industriekonjunktur im Winterhalbjahr», erklärte das Ministerium.

Für Schwung sorgte im Dezember vor allem die gute Inlandsnachfrage. Sie zog um 6,7%  an. Die Auslandsaufträge nahmen um 3,9 % zu. Dabei erhöhten sich die Bestellungen aus der Eurozone um 10,0%, während die aus dem Rest der Welt stagnierten. Die Grossaufträge fielen diesmal «deutlich überdurchschnittlich» aus, erklärte das Ministerium. Die Aufträge für Investitionsgüter wie Maschinen und Fahrzeuge wuchsen um 9,7%, während die für Vorleistungs- und Konsumgüter jeweils schrumpften.

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