Galerien / Was zählt 14:14 - 17.02.2017

Die Schweiz fährt mit Benzin

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Die Schweizer Bevölkerung ist sehr mobil – und wird immer mobiler. Das spiegelt sich in der steten Zunahme an Motorfahrzeugen. Die Zahl der zugelassenen Fahrzeuge stieg von knapp 3,8 Mio. (1990) auf 6 Mio. (2016). Das entspricht einer Zunahme von 58,3%. Pro tausend Einwohner ergibt sich ein Wachstum seit 1990 von rund 20% auf 627 Motorfahrzeuge. Die grösste Zunahme verzeichneten mit einem Plus von 140% die Motorräder – «Easy Rider» schwappt mit etwa zwei Generationen Verspätung auf die Schweiz über. Die grösste Kategorie, Personenwagen, die rund drei Viertel des Bestands ausmacht, wuchs gut 51%. Erhellend ist der Blick auf die Antriebsarten der Personenwagen: Benzin und Diesel dominieren. Vom erhofften Boom der Elektromobilität ist dagegen nichts zu spüren. 2016 verkehrten auf Schweizer Strassen nur 10 724 Elektrofahrzeuge, 0,2 des Bestands. Und: Die Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen sanken 2016 gar 9,2% – allen Aufrufen und Fördermassnahmen zum Trotz –, diejenigen der Personenwagen insgesamt schrumpften nur 2,4%. Die kleine Anzahl Elektrofahrzeuge mag mit den hohen Preisen zu tun haben, sowie damit, dass es nach wie vor keine günstigen und wirklich leistungsfähigen Batterien gibt – und noch eine Weile nicht geben wird. Das ist vielleicht gut so: Ein künftig hoher Anteil an Elektrofahrzeugen würde die Stromerzeugung heillos überfordern.