Märkte / Derivate 15:30 - 12.12.2016

Hohes Verlustrisiko mit Differenzkontrakten

Der britische Finanzregulator will den CFD-Handel für Privatanleger einschränken.
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zum Stichwort
Aktie
Wertpapier , das einen Anteil am Kapital einer Aktiengesellschaft verkörpert. Es sichert dem Eigentümer Mitgliedschaftsrechte (Stimm- und Wahlrecht an der Generalversammlung) und Vermögensrechte (Recht auf Anteil am Gewinn, Beteiligungsquote bei Kapitalerhöhungen oder am Liquidationsergebnis) zu.
Basiswert
Wert (Wertpapier , Währung, Index, Basket respektive Korb , Rohstoff usw.), der einer Option , einem Futures , einem Warrant (Optionsschein) oder einem strukturierten Produkt zugrunde liegt.
Besta
Seit 1925 quartalsweise per Stichprobe in 66 Schweizer Betrieben durchgeführte Beschäftigungsstatistik (vgl. Beschäftigte und Erwerbstätigenstatistik ).
CFD
Vereinbarung zweier Parteien, die Differenz zwischen den Preisen, zu denen der Kontrakt geöffnet und geschlossen wird, auszutauschen. Der Ertrag resultiert wie im Aktienhandel aus der Abweichung von Einstiegs- und Ausstiegskurs. Mit einem CFD nimmt der Anleger eine synthetische Aktienposition auf Basis einer Marge ein. Er muss deshalb nicht den vollen Betrag einsetzen, sondern meist 5 bis 20% des Marktwerts der Position als Sicherheitsmarge hinterlegen. Wegen des geringeren Kapitaleinsatzes weisen die Produkte einen Hebel auf.
Contract for Difference
Vereinbarung zweier Parteien, die Differenz zwischen den Preisen, zu denen der Kontrakt geöffnet und geschlossen wird, auszutauschen. Der Ertrag resultiert wie im Aktienhandel aus der Abweichung von Einstiegs- und Ausstiegskurs. Mit einem CFD nimmt der Anleger eine synthetische Aktienposition auf Basis einer Marge ein. Er muss deshalb nicht den vollen Betrag einsetzen, sondern meist 5 bis 20% des Marktwerts der Position als Sicherheitsmarge hinterlegen. Wegen des geringeren Kapitaleinsatzes weisen die Produkte einen Hebel auf.
Differenzkontrakt
Vereinbarung zweier Parteien, die Differenz zwischen den Preisen, zu denen der Kontrakt geöffnet und geschlossen wird, auszutauschen. Der Ertrag resultiert wie im Aktienhandel aus der Abweichung von Einstiegs- und Ausstiegskurs. Mit einem CFD nimmt der Anleger eine synthetische Aktienposition auf Basis einer Marge ein. Er muss deshalb nicht den vollen Betrag einsetzen, sondern meist 5 bis 20% des Marktwerts der Position als Sicherheitsmarge hinterlegen. Wegen des geringeren Kapitaleinsatzes weisen die Produkte einen Hebel auf.
Hebeleffekt
Mit vergleichsweise geringem Kapitaleinsatz lässt sich mit derivativen Instrumenten eine grössere Rendite erzielen, als es mit einer Investition in den eigentlichen Basiswert möglich ist. Dieser Effekt wird als Hebelwirkung bezeichnet. Der Leverage von Derivaten berechnet sich aus dem Hebelfaktor multipliziert mit dem Delta . Leverage kann auch mit Einsatz von Fremdkapital erreicht werden (vgl. Hebelwirkung ).
Hebelfaktor
Gibt an, um wie viel mehr eine Anlage in Optionen , bezogen auf das eingesetzte Kapital, im Vergleich zu einer Anlage im Basiswert an Wert gewinnt. Je höher der Hebelfaktor, desto reagibler ist eine Option (vgl. Hebelwirkung von Derivaten ).
Kurs
Börsen- oder Marktpreis von Wertpapieren , Devisen , Münzen oder Waren. Der Kurs schwankt je nach Angebot und Nachfrage.
Nachschuss
Summe zur Erhöhung der Deckung von Futures , wenn ihr Kurswert unter eine bestimmte Grenze (Maintenance Margin ) gesunken ist.
Rohstoffe
Werden in der Regel standardisiert und auf Termin (vgl. Futures ) gehandelt. Die Palette reicht von Edelmetallen über Basismetalle , Getreide und Ölsaaten , Soft Commodities und Fleisch sowie Milch bis zu Energie.
Schweizerische Nationalbank
1907 gegründete Notenbank der Schweiz. Ihr Auftrag gemäss Nationalbankgesetz NBG ist, eine dem Gesamtinteresse des Landes dienliche Geldpolitik zu betreiben und insbesondere die Preisstabilität zu bewahren. Ausserdem hat sie zur Stabilität des Finanzsystems beizutragen. Die SNB versorgt den Geldmarkt und damit das Finanzsystem über Repogeschäfte mit Liquidität, gewährleistet die Bargeldversorgung, verwaltet die Währungsreserven , vertritt die Schweiz zusammen mit dem Bund im IWF sowie in der Weltbank und fungiert als Hausbank der Eidgenossenschaft. Die SNB ist als spezialgesetzliche AG organisiert und an der SIX kotiert. Die Kantone halten die Mehrheit der Aktien , die Rechte der wenigen Privataktionäre werden auch vom NBG stark beschnitten, das z. B. die Höhe der Dividende limitiert. Organe der SNB sind der elfköpfige Bankrat als eine Art VR , das für die Geldpolitik verantwortliche ausführende dreiköpfige Direktorium als Geschäftsleitung , die GV und die Revisionsstelle .
Tau
Misst die Veränderung des Optionswerts bei einer Veränderung der Volatilität. Gehört zu den Greek Letters . Der Wert einer Option steigt mit zunehmender Volatilität des Basiswerts , während eine sinkende Volatilität dazu führt, dass eine Option günstiger wird.

Vier von fünf Privatanlegern, die mit sogenannten Differenzkontrakten spekulieren, verlieren Geld. Zu diesem Ergebnis kommt der britische Finanzregulator (FCA), der den Handel mit den unter dem Kürzel CFD (Contract for Difference) bekannten Finanzprodukten genauer unter die Lupe genommen hat.

Die FCA plant nun Massnahmen, die für die Branche einschneidende Folgen haben dürften. Genannt wird unter anderem eine Begrenzung des Hebelfaktors auf 25 für unerfahrene Trader und auf 50 für Spekulanten, die schon länger als zwölf Monate mit CFD handeln. Derzeit kann in Grossbritannien mit einem Hebel bis zu 200 spekuliert werden. Zudem sollen Boni und Promotionen für die Anwerbung von Neukunden verboten werden.

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