Unternehmen / Schweiz 17:09 - 17.02.2017

Nestlé: Mehr Stärken als Schwächen im Portfolio

Der richtige Einsatz der Ressourcen entscheidet über den weiteren Erfolg von Nestlé. Das kann auch die Trennung von Geschäftsfeldern bedeuten.
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zum Stichwort
Bilanz
Periodische Gegenüberstellung sämtlicher Aktiven und Passiven an einem Stichtag. Die Aktivseite gibt Aufschluss über die Verwendung der Mittel, während die Passivseite über die Beschaffung der Mittel (Finanzierung) orientiert. Teil des Geschäftsberichts .
CEO
Angelsächsische Kürzel für Unternehmenschef (Chief Executive Officer), Leiter der Finanzabteilung (Chief Financial Officer), Leiter Anlagestrategie (Chief Investment Officer) sowie Leiter operatives Geschäft (Chief Operating Officer), die gemeinsam die Geschäftsleitung bilden.
Goodwill
Differenz zwischen Börsenkapitalisierung bzw. Verkaufspreis eines Unternehmens und seinem nach betriebswirtschaftlichen Kriterien ermittelten Eigenkapital . Der Goodwill drückt die nicht buchhalterisch erfassten Werte wie Marktposition, Patente oder Wachstumsmöglichkeiten aus, für die in Haussephasen oft zu hohe Preise bezahlt werden. Der Goodwill darf gemäss dem Rechnungslegungsstandard IFRS nicht mehr über eine bestimmte Zeitdauer abgeschrieben werden, sondern ist regelmässig auf seine Werthaltigkeit zu überprüfen. Im Falle von Wertminderungen ist eine Sonderabschreibung vorzunehmen. Die Richtlinien Swiss Gaap Fer gewähren dem Unternehmen dagegen die Möglichkeit, mit der Erstkonsolidierung einer Akquisition den erworbenen Goodwill erfolgsneutral durch Verrechnung mit dem Eigenkapital abzuschreiben.
Marge
1. Differenz zwischen den Aktiv- und den Passivzinsen einer Bank (Zinsmarge ). 2. Differenz zwischen dem Geldkurs und dem Briefkurs eines Wertpapiers (Geld-Brief-Spanne ). 3. Bareinschuss (Initial Margin , Variation Margin ) bei Futures oder CDF (Sicherheitsmarge). 4. Ergebnis (meist das operative) im Verhältnis zum Umsatz (Return on Sales, RoS).
Turnaround
Gelegenheit zum Einstieg in bestimmte Wertpapiere , da sich innerhalb einer Branche oder eines Unternehmens (Turnaround-Kandidat) eine grundlegende Verbesserung abzeichnet.

Das schwierige wirtschaftliche Umfeld hat den weltgrössten Nahrungsmittelhersteller Nestlé 2016 gebremst. Über Erfolg oder Misserfolg entscheidet allerdings nicht ein einziges Jahr. Ein Blick auf die letzten fünf Jahre verdeutlicht, wo die Stärken liegen und wo das Portfolio Schwachstellen aufweist. In manchen Geschäftsfeldern schlummert Potenzial, auch in bereits gut positionierten Segmenten. Wo Chancen bestehen und wo Schwächen auszubügeln sind, zeigt der Überblick.

» Kaffee
» Nutrition
» Health Science/Skin Health
» China
» Fertiggerichte
» Süsswaren
» Tiernahrung

Kaffee

Die Kompetenz von Nestlé im Bereich Kaffee ist unerreicht. Obwohl JAB mittels Akquisitionen aufgeholt hat, ist der Konzern weltweit immer noch die Nummer eins im Kaffeemarkt. Nescafé hat nach wie vor einen hohen Stellenwert und liefert Jahr für Jahr einen nennenswerten Ergebnisbeitrag im generell margenstarken ­Getränkegeschäft. Mit Dolce Gusto ist Nescafé noch rechtzeitig auf den Trend zum Portionenkaffee aufgesprungen. Das ­Premiumangebot im Kapselgeschäft, ­Nespresso, wächst weiterhin stark. Grosses Potenzial hat es in den USA, wo der Marktanteil noch klein ist.

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