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Blogs / Momentum 17:01 - 04.02.2013

Risk off, lange nicht mehr gesehen

Spanien und Italien halten die Märkte in Atem. Risikoaufschläge für Staatsanleihen steigen wieder, und die Aktienkurse tauchen.

Während die breiten Aktienindizes auf Rekordjagd gehen, tun sich an Europas Finanzmärkten erste Risse auf. Die jüngste Schwäche geht von den Banken und den Peripherieländern Italien und Spanien aus. Seit Wochen ziehen die Aktien der skandalumwitterten ältesten Bank Monte dei Paschi den italienischen Leitindex nach unten. In den vergangenen fünf Tagen hat die Börse Mailand mehr als 6% verloren. Die Aktien von UniCredit mussten nach einem Absturz von 5% vom Handel ausgesetzt werden.

Noch grösser ist der Einbruch an der Börse in Madrid. Die Korruptionsvorwürfe an den Premierminister Mariano Rajoy haben die zuvor risikofreudigen Marktteilnehmer aufgeschreckt: Der Ibex hat seit Montag letzter Woche 7,2% an Wert eingebüsst. Solch heftige Rückschläge gab es seit einem halben Jahr nicht mehr.

Auch die Titel der Commerzbank (CBK 11.775 0.86%) stürzten heute ab, nachdem die zweitgrösste Bank Deutschlands einen deutlichen Verlust hatte ausweisen müssen. Und seit heute sind es nicht nur die Bankaktien, die unter Druck stehen. Die Renditen und die Spreads der spanischen und der italienischen Anleihen steigen wieder. Die Renditedifferenz zwischen spanischen und deutschen zehnjährigen Staatsanleihen ist um 25 Basispunkte auf 3,75% geklettert. Und schon geht es wieder los mit Risk off. Warm anziehen, es ist erst Februar.

SpreadSpain

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