Shiller P/E

Aktie
Wertpapier , das einen Anteil am Kapital einer Aktiengesellschaft verkörpert. Es sichert dem Eigentümer Mitgliedschaftsrechte (Stimm- und Wahlrecht an der Generalversammlung) und Vermögensrechte (Recht auf Anteil am Gewinn, Beteiligungsquote bei Kapitalerhöhungen oder am Liquidationsergebnis) zu.
GV
Oberstes Organ einer AG. Neben der ordentlichen jährlichen Versammlung der Aktionäre können auch ausserordentliche GV einberufen werden.
Gewinn pro Aktie
Wichtige Kennzahl zur Aktienbewertung , die sich aus dem Unternehmensgewinn dividiert durch die Anzahl ausstehender Aktien berechnet. Gemäss IFRS ist der Gewinn pro Aktie auf Basis der im Jahresverlauf durchschnittlich umlaufenden Titel (ohne Titel im Eigenbesitz) zu ermitteln.
Inflation
Preisanstieg bzw. Geldentwertung. Die Veränderung wird als Inflationsrate angegeben. Veranlasst Notenbanken oft zu einer restriktiven Geldpolitik (hohe Leitzinsen), was Aktien und Obligationen belastet. Gegenteil: Disinflation , Deflation .
KGV
Aktienkurs im Verhältnis zum erwirtschafteten oder erwarteten Gewinn pro dividendenberechtigte Aktie . Die Kennzahl zur Aktienbewertung gibt an, wie viel Mal der Gewinn pro Aktie im Aktienkurs enthalten ist. Anhand des KGV können verschiedene Titel innerhalb einer Branche verglichen werden.
Konjunktur
Oft synonym verwendet für die Lage der Gesamtwirtschaft. Die Forschung betont den zyklischen Verlauf des Wirtschaftswachstums (Aufschwung , Hochkonjunktur, Abschwung, Rezession , Depression). Im Englischen wird deshalb auch von Business Cycle gesprochen.
Konjunkturzyklus
Oft synonym verwendet für die Lage der Gesamtwirtschaft. Die Forschung betont den zyklischen Verlauf des Wirtschaftswachstums (Aufschwung , Hochkonjunktur, Abschwung, Rezession , Depression). Im Englischen wird deshalb auch von Business Cycle gesprochen.
Kurs
Börsen- oder Marktpreis von Wertpapieren , Devisen , Münzen oder Waren. Der Kurs schwankt je nach Angebot und Nachfrage.
Kurs-Gewinn-Verhältnis
Aktienkurs im Verhältnis zum erwirtschafteten oder erwarteten Gewinn pro dividendenberechtigte Aktie . Die Kennzahl zur Aktienbewertung gibt an, wie viel Mal der Gewinn pro Aktie im Aktienkurs enthalten ist. Anhand des KGV können verschiedene Titel innerhalb einer Branche verglichen werden.

Zyklisch adjustiertes Kurs-Gewinn-Verhältnis (Cyclically adjusted P/E oder Shiller P/E): Das Konzept geht auf den Value-­Übervater Benjamin Graham zurück, der 1934 in seinem mit David Dodd verfassten Standardwerk «Security Analysis» vor der Absurdität warnte, die Bewertung einer Aktie auf der Gewinnerwartung von bloss einem Jahr zu basieren. Das sei sinnlos, da die Gewinne in der kurzen Frist zu stark schwanken, warnte er. Graham empfahl, den durchschnittlichen Gewinn von sieben bis zehn Jahren für die KGV-Berechnung zu verwenden, um sicherzustellen, dass ein Konjunkturzyklus erfasst und Ausschläge geglättet werden. Der Ökonom Robert Shiller verfeinerte die Methode in den Achtzigerjahren. Zur Berechnung der Shiller P/E werden die Gewinne pro Aktie der vergangenen zehn Jahre um die Inflation bereinigt, addiert und durch 10 dividiert. Resultat ist der durchschnittliche, reale Gewinn pro Aktie über die letzten zehn Jahre. Dieser Wert wird ins Verhältnis zum aktuellen Aktienkurs gesetzt. Die Methode hat den Vorteil, dass sie vollständig auf Schätzungen verzichtet und den Konjunkturzyklus glättet. Bewertungsaussagen für eine Aktie oder einen Markt sind in erster Linie im Vergleich zur eigenen Historie möglich. Die längsten Datenreihen liegen für den US-Markt vor: Demnach betrug die Shiller P/E des S&P 500 (SP500 2175.03 0.46%) seit 1881 im Mittel 16,2.

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