Unternehmen / Schweiz 08:25 - 06.03.2017

SNB erzielt Milliarden-Gewinn

Die Schweizerische Nationalbank erzielt 2016 einen definitiven Gewinn von 24,5 Mrd.
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Aktie
Wertpapier , das einen Anteil am Kapital einer Aktiengesellschaft verkörpert. Es sichert dem Eigentümer Mitgliedschaftsrechte (Stimm- und Wahlrecht an der Generalversammlung) und Vermögensrechte (Recht auf Anteil am Gewinn, Beteiligungsquote bei Kapitalerhöhungen oder am Liquidationsergebnis) zu.
Beteiligung
Langfristige, kapitalmässige Interessennahme an anderen Unternehmen, bei der die wirtschaftliche Einflussnahme oder ähnliche Zielsetzungen im Vordergrund stehen. Die Beteiligungen werden höchstens zum Einstandspreis bewertet.
Beteiligungspapiere
Dazu zählen Aktien , Genussscheine und Partizipationsscheine .
Bilanz
Periodische Gegenüberstellung sämtlicher Aktiven und Passiven an einem Stichtag. Die Aktivseite gibt Aufschluss über die Verwendung der Mittel, während die Passivseite über die Beschaffung der Mittel (Finanzierung) orientiert. Teil des Geschäftsberichts .
Börse
Regelmässig stattfindender, nach feststehenden Usanzen organisierter Markt. Je nach den gehandelten Gütern spricht man z. B. von Wertpapier-, Effekten-, Devisen-, Warenbörsen oder Börsen für derivative Instrumente (Terminbörsen ).
Dividende
Der von einer Aktiengesellschaft je Aktie ausgezahlte Gewinnanteil. Die Dividende wird durch die Generalversammlung auf Antrag des Verwaltungsrats festgesetzt. Als Dividende werden auch die Auszahlungen an die Inhaber von Genuss- und Partizipationsscheinen bezeichnet.
Kurs
Börsen- oder Marktpreis von Wertpapieren , Devisen , Münzen oder Waren. Der Kurs schwankt je nach Angebot und Nachfrage.
Rückstellungen
Zulasten der Erfolgsrechnung in der Bilanz gebildete Passivposten zur Deckung künftiger Verpflichtungen oder voraussichtlicher Verluste.
SNB
1907 gegründete Notenbank der Schweiz. Ihr Auftrag gemäss Nationalbankgesetz NBG ist, eine dem Gesamtinteresse des Landes dienliche Geldpolitik zu betreiben und insbesondere die Preisstabilität zu bewahren. Ausserdem hat sie zur Stabilität des Finanzsystems beizutragen. Die SNB versorgt den Geldmarkt und damit das Finanzsystem über Repogeschäfte mit Liquidität, gewährleistet die Bargeldversorgung, verwaltet die Währungsreserven , vertritt die Schweiz zusammen mit dem Bund im IWF sowie in der Weltbank und fungiert als Hausbank der Eidgenossenschaft. Die SNB ist als spezialgesetzliche AG organisiert und an der SIX kotiert. Die Kantone halten die Mehrheit der Aktien , die Rechte der wenigen Privataktionäre werden auch vom NBG stark beschnitten, das z. B. die Höhe der Dividende limitiert. Organe der SNB sind der elfköpfige Bankrat als eine Art VR , das für die Geldpolitik verantwortliche ausführende dreiköpfige Direktorium als Geschäftsleitung , die GV und die Revisionsstelle .
Schweizerische Nationalbank
1907 gegründete Notenbank der Schweiz. Ihr Auftrag gemäss Nationalbankgesetz NBG ist, eine dem Gesamtinteresse des Landes dienliche Geldpolitik zu betreiben und insbesondere die Preisstabilität zu bewahren. Ausserdem hat sie zur Stabilität des Finanzsystems beizutragen. Die SNB versorgt den Geldmarkt und damit das Finanzsystem über Repogeschäfte mit Liquidität, gewährleistet die Bargeldversorgung, verwaltet die Währungsreserven , vertritt die Schweiz zusammen mit dem Bund im IWF sowie in der Weltbank und fungiert als Hausbank der Eidgenossenschaft. Die SNB ist als spezialgesetzliche AG organisiert und an der SIX kotiert. Die Kantone halten die Mehrheit der Aktien , die Rechte der wenigen Privataktionäre werden auch vom NBG stark beschnitten, das z. B. die Höhe der Dividende limitiert. Organe der SNB sind der elfköpfige Bankrat als eine Art VR , das für die Geldpolitik verantwortliche ausführende dreiköpfige Direktorium als Geschäftsleitung , die GV und die Revisionsstelle .
Währungsreserven
Das von Notenbanken in Gold, Devisen (Devisenreserven) und Sonderziehungsrechten gehaltene finanzielle Polster zur Finanzierung von Aussenhandelsdefiziten, zur Vermeidung von Zahlungsbilanzproblemen und zur Pflege des Wechselkurses.

(AWP) Die Schweizerische Nationalbank (SNB (SNBN 1641 0.18%)) hat im vergangenen Geschäftsjahr 2016 gemäss definitiven Zahlen einen Gewinn von 24,5 Mrd. Fr. erzielt. Der Gewinn auf den Fremdwährungspositionen betrug 19,4 Mrd. Fr., auf dem Goldbestand resultierte ein Bewertungsgewinn von 3,9 Mrd. Fr., und der Gewinn auf den Frankenpositionen erreichte 1,6 Mrd. Fr. Die SNB hatte Anfang Jahr bereits einen Gewinn von gut 24 Mrd. Fr. angekündigt.

Bei den Fremdwährungsgewinnen entfielen 8,3 Mrd. Fr. auf Zinserträge und 3,0 Mrd. Fr. auf Dividendenerträge. Die Kursgewinne auf den Zinspapieren und -instrumenten betrugen derweil 1,1 Mrd. Fr., wie die SNB am Montag mitteilte. Die Beteiligungspapiere und -instrumente hätten vom günstigen Börsenumfeld profitiert und trugen 8,6 Mrd. Fr. zum Erfolg bei. Die wechselkursbedingten Verluste beliefen sich auf insgesamt 1,7 Mrd. Fr.

Der Bewertungsgewinn beim Gold (Gold 1243.75 -0.71%) basiert auf einem unveränderten Goldbestand von 1040 Tonnen bzw. einem um 11% höheren Goldpreis. Der Gewinn auf den Frankenpositionen ist laut Mitteilung zu einem Grossteil (1,5 Mrd.) auf die von der SNB erhobenen Negativzinsen auf Giroguthaben zurückzuführen.

Die SNB legte die Zuweisung an die Rückstellungen für Währungsreserven für das abgelaufene Geschäftsjahr auf 4,6 Mrd. Fr. fest. Nach Berücksichtigung der Ausschüttungsreserve von 1,9 Mrd. resultiere ein Bilanzgewinn von 21,7 Mrd., heisst es. Dies ermögliche eine Dividendenzahlung von 15 Fr. pro Aktie (insgesamt 1,5 Mio., gesetzlich maximaler Betrag) sowie eine Gewinnausschüttung an Bund und Kantone von 1 Mrd. Fr.

Bund und Kantonen steht zudem eine Zusatzausschüttung von maximal 1 Mrd. zu, wenn die Ausschüttungsreserve nach Gewinnverwendung den Betrag von 20 Mrd. Fr. übersteigt. Der Bilanzgewinn 2016 ermögliche somit eine Zusatzausschüttung von 0,7 Mrd. Fr., so die SNB weiter. Nach diesen Auszahlungen werde die Ausschüttungsreserve damit 20 Mrd. betragen.

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