Zum Thema: Der US-Aktienmarkt ist fundamental überbewertet 18:00 - 11.03.2014

Tobin’s Q

Aktie
Wertpapier , das einen Anteil am Kapital einer Aktiengesellschaft verkörpert. Es sichert dem Eigentümer Mitgliedschaftsrechte (Stimm- und Wahlrecht an der Generalversammlung) und Vermögensrechte (Recht auf Anteil am Gewinn, Beteiligungsquote bei Kapitalerhöhungen oder am Liquidationsergebnis) zu.
Aktiven
In der Bilanz aufgeführte Vermögenswerte eines Unternehmens (verfügbare Mittel, Guthaben, Vorräte, Anlagen, Beteiligungen usw.). Gegenteil: Passiven .
Buchwert
1. Wert, zu dem ein Aktivposten in der Bilanz aufgeführt ist (Bilanzwert). Falls der Buchwert kleiner ist als der effektiv mit einem Verkauf erzielbare Wert, entspricht die Differenz einer stillen Reserve . 2. Wert, der sich aus der Teilung des ausgewiesenen Eigenkapitals durch die Anzahl ausstehender Aktien ergibt.
Börse
Regelmässig stattfindender, nach feststehenden Usanzen organisierter Markt. Je nach den gehandelten Gütern spricht man z. B. von Wertpapier-, Effekten-, Devisen-, Warenbörsen oder Börsen für derivative Instrumente (Terminbörsen ).
Börsenkapitalisierung
Marktwert (Verkehrswert ) eines Unternehmens. Dazu wird der Börsenkurs mit der Anzahl aller Aktien multipliziert. Für die Aktienindizes ist der Streubesitz relevant.
EV
Wird berechnet, indem zum Börsenwert die Nettoverschuldung addiert bzw. die Netto-Cash-Position davon subtrahiert wird, und ist vor allem bei Unternehmensübernahmen von Bedeutung.
Enterprise Value
Wird berechnet, indem zum Börsenwert die Nettoverschuldung addiert bzw. die Netto-Cash-Position davon subtrahiert wird, und ist vor allem bei Unternehmensübernahmen von Bedeutung.
Ratio
Menge des Basiswerts , die einer Option bzw. einem Warrant zugrunde liegt.
Unternehmenswert
Wird berechnet, indem zum Börsenwert die Nettoverschuldung addiert bzw. die Netto-Cash-Position davon subtrahiert wird, und ist vor allem bei Unternehmensübernahmen von Bedeutung.
Wiederbeschaffungswert
Preis, den die Bank am Markt bezahlen müsste, um bei Ausfall einer Gegenpartei ein entsprechendes Ersatzgeschäft abzuschliessen. Als zuverlässigstes Mass für Kreditrisiken aus Derivatgeschäften gilt der laufende Wiederbeschaffungswert eines Kontrakts.

Diese Variation der Buchwertanalyse wurde 1969 vom Yale-Ökonomen und Nobelpreisträger James Tobin entwickelt. Die Tobin’s Q-Ratio stellt den Unternehmenswert (Enterprise Value, EV, einfach definiert als Börsenkapitalisierung plus Nettoschulden) ins Verhältnis zum Wiederbeschaffungswert aller Aktiven einer Gesellschaft. Eine Q-Ratio von 1 bedeutet theoretisch, dass ein Unternehmen fair bewertet ist: Der Enterprise Value entspricht genau dem Betrag, der ausgegeben werden müsste, um das Unternehmen exakt nachzubauen. Die mittlere Q-Ratio für den US-Aktienmarkt seit 1900 beträgt 0,63, mit Schwankungen zwischen 0,3 und 1,6. Das scheinbare Paradox, dass der Markt im langfristigen Mittel mit 0,63 und nicht mit der «fairen» Q-Ratio von 1 bewertet wird, wird damit erklärt, dass die meisten Unternehmen den Wiederbeschaffungswert ihrer Anlagen überschätzen. Die Ökonomen Andrew Smithers und Stephen Wright haben nachgewiesen, dass die Q-Ratio keine Aussagekraft in der Analyse einzelner Unternehmen besitzt, weil immateriellen Anlagen kaum ein Wiederbeschaffungswert zugeordnet werden kann. Hingegen besitze die Formel hohe Aussagekraft in der Bewertung des Gesamtmarktes.

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