Unternehmen / Schweiz 16:15 - 09.12.2016

Varia US Properties gibt verhaltenen Einstand

Die Immobiliengesellschaft bietet Anlagealternative. Das Risiko ist aber beachtlich.
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Aktie
Wertpapier , das einen Anteil am Kapital einer Aktiengesellschaft verkörpert. Es sichert dem Eigentümer Mitgliedschaftsrechte (Stimm- und Wahlrecht an der Generalversammlung) und Vermögensrechte (Recht auf Anteil am Gewinn, Beteiligungsquote bei Kapitalerhöhungen oder am Liquidationsergebnis) zu.
Aktionär
Teilhaber einer AG bzw. Inhaber einer Aktie oder einer Mehrzahl von Aktien.
Aufwertung
Bewirkt einen grösseren Aussenwert der Währung, was Exporte verteuert und Importe vergünstigt.
Börse
Regelmässig stattfindender, nach feststehenden Usanzen organisierter Markt. Je nach den gehandelten Gütern spricht man z. B. von Wertpapier-, Effekten-, Devisen-, Warenbörsen oder Börsen für derivative Instrumente (Terminbörsen ).
Börsengang
Öffnung einer privaten Aktiengesellschaft, deren Aktienkapital bisher ausschliesslich im Eigentum eines beschränkten Personenkreises lag, zur Publikumsgesellschaft durch die Ausgabe und die Kotierung von Aktien. Auch Initial Public Offering (IPO) genannt. Gegenteil: Going Private .
Börsenwert
Marktwert (Verkehrswert ) eines Unternehmens. Dazu wird der Börsenkurs mit der Anzahl aller Aktien multipliziert. Für die Aktienindizes ist der Streubesitz relevant.
Cashflow
Ordentlich erwirtschafteter Mittelzufluss aus der betrieblichen Tätigkeit eines Unternehmens. Ausserordentliche Aufwendungen und Erträge sollten aus der Berechnung des Cashflows ausgeklammert werden, ebenso extreme Veränderungen bei der Bildung oder der Auflösung stiller Reserven .
Dividende
Der von einer Aktiengesellschaft je Aktie ausgezahlte Gewinnanteil. Die Dividende wird durch die Generalversammlung auf Antrag des Verwaltungsrats festgesetzt. Als Dividende werden auch die Auszahlungen an die Inhaber von Genuss- und Partizipationsscheinen bezeichnet.
Dividendenrendite
In Prozenten ausgedrückter Ertrag einer Aktienanlage: Die Dividendenrendite stellt die in einem Jahr ausgeschüttete Dividende in Prozenten des Kurses dar. In der Praxis ist die erwartete Dividendenrendite als Auswahlkriterium relevant, sie ist jedoch nicht gesichert.
Emission
Ausgabe von Wertpapieren zwecks Beschaffung von Fremd- oder Eigenmitteln am Kapitalmarkt .
Emissionspreis
Bei Ausgabe neuer Wertpapiere der erste, vom Emittenten festgelegte ausserbörsliche Kaufpreis. Der Emissionspreis wird auch als Emissionskurs bezeichnet.
Family Office
Institution, in der die Vermögenswerte (Cash, Wertschriften , Immobilien, Kunst usw.) wohlhabender Familien oder reicher Privatklienten in umfassender Weise betreut werden. Abgedeckt werden auch Bedürfnisse rechtlicher und steuerlicher Natur. Entsprechende Dienstleistungen werden von vielen Vermögensverwaltungsbanken angeboten.
IPO
Öffnung einer privaten Aktiengesellschaft, deren Aktienkapital bisher ausschliesslich im Eigentum eines beschränkten Personenkreises lag, zur Publikumsgesellschaft durch die Ausgabe und die Kotierung von Aktien. Auch Initial Public Offering (IPO) genannt. Gegenteil: Going Private .
Mehrzuteilungsoption
Vereinbarung im Emissionsgeschäft , wonach der Federführer innerhalb einer bestimmten Periode berechtigt ist, seine Short-Position über die Ausübung des Greenshoe einzudecken. Der Federführer wird den Greenshoe dann ausüben (also zusätzliche neue Titel zuteilen), wenn sich die Emission über pari entwickelt. Andernfalls deckt er seine Short-Position kursunterstützend am Markt.
SIX
1995 aus dem Zusammenschluss der Börsen Genf, Basel und Zürich entstandener Schweizer Markt. Seit August 1996 werden sämtliche Wertpapiere elektronisch gehandelt. Das System zeichnet sich aus durch eine Vollintegration der Börsenprozesse, vom Börsenauftrag bis zur Abwicklung . Anfang 2008 Fusion mit SIS und Telekurs zur SIX Group .
Streubesitz
Entspricht dem Anteil des Börsenwerts, der an der Börse gehandelt wird. Als nicht flottant gelten Titel, die nicht kotiert sind, und solche, die von den Aktionären aus besonderen Motiven langfristig gehalten werden. Beteiligungen über 5% werden in der Regel nicht dem Streubesitz zugerechnet. Gewichtungskriterium in der Aktienindexberechnung .
Verwaltungsrat
Überwacht und lenkt (über die Strategiefestlegung) für die Gesamtheit der Aktionäre die Geschäftsleitung eines Unternehmens. Die VR-Mitglieder einer AG schweizerischen Rechts müssen in der Regel mehrheitlich das Schweizer Bürgerrecht besitzen und in der Schweiz wohnhaft sein. Der VR besteht aus exekutiven (unternehmensinternen) und nicht exekutiven (externen) Mitgliedern. Immer mehr setzt sich im Rahmen einer guten Corporate Governance die Praxis durch, dass ein bedeutender Teil der VR in keiner geschäftlichen Beziehung zum Unternehmen stehen darf. Der VR wird von der GV gewählt.

Die Varia-Aktien eröffneten am Donnerstag zu 37 Fr. und damit über dem Emissionspreis von 35 Fr. Im Anschluss fielen die Titel zeitweise unter den Ausgabepreis. Insgesamt wurden am ersten Tag gut 29 400 Aktien gehandelt. Am Freitag notierten die Valoren knapp über dem Ausgabepreis. Patrick Richard, exekutives Verwaltungsratsmitglied von Varia, bezeichnet den Börsengang als «Meilenstein, der uns erlaubt, dank grösserer finanzieller Flexibilität Akquisitionschancen wahrzunehmen».

Insgesamt wurden knapp 3,1 Mio. Aktien ausgegeben. Das Angebot sei überzeichnet gewesen. Institutionelle Investoren aus der Schweiz und dem Ausland sowie inländische Anleger – Richard nennt Family Offices und unabhängige Vermögensverwalter – hätten die Valoren stark nachgefragt. Bestehende Aktionäre zeichneten 1,65 Mio. Titel.

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