Märkte / Derivate 11:50 - 02.09.2016

Wie ETF gehandelt werden

Stan Hlad
Im Zuge der wachsenden Nutzung von passiven Anlagestrategien ist es für Investoren wichtig, ein Grundverständnis für die Prozesse des ETF-Handels zu bekommen.
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zum Stichwort
Aktie
Wertpapier , das einen Anteil am Kapital einer Aktiengesellschaft verkörpert. Es sichert dem Eigentümer Mitgliedschaftsrechte (Stimm- und Wahlrecht an der Generalversammlung) und Vermögensrechte (Recht auf Anteil am Gewinn, Beteiligungsquote bei Kapitalerhöhungen oder am Liquidationsergebnis) zu.
Anlagefonds
Ein mit öffentlicher Werbung von Investoren zum Zweck gemeinschaftlicher Kapitalanlage aufgebrachtes Vermögen, das von der Fondsleitung in der Regel nach dem Grundsatz der Diversifikation auf Rechnung der Investoren verwaltet wird. Anlagefonds werden direkt bei der Bank und vermehrt auch über Internet-Plattformen gekauft und im Gegensatz zu ETF in der Regel nicht börslich gehandelt.
Börse
Regelmässig stattfindender, nach feststehenden Usanzen organisierter Markt. Je nach den gehandelten Gütern spricht man z. B. von Wertpapier-, Effekten-, Devisen-, Warenbörsen oder Börsen für derivative Instrumente (Terminbörsen ).
ETF
ETF sind Anlagefonds, die kotiert sind und an der Börse wie Aktien permanent gehandelt werden. Bei den meisten bisher lancierten ETF handelt es sich um Indexfonds, deren Zielsetzung es ist, einen bestimmten Branchen- oder Länderindex (in der Regel Aktien) nachzubilden.
Exchange Traded Funds
ETF sind Anlagefonds, die kotiert sind und an der Börse wie Aktien permanent gehandelt werden. Bei den meisten bisher lancierten ETF handelt es sich um Indexfonds, deren Zielsetzung es ist, einen bestimmten Branchen- oder Länderindex (in der Regel Aktien) nachzubilden.
Fonds
Ein mit öffentlicher Werbung von Investoren zum Zweck gemeinschaftlicher Kapitalanlage aufgebrachtes Vermögen, das von der Fondsleitung in der Regel nach dem Grundsatz der Diversifikation auf Rechnung der Investoren verwaltet wird. Anlagefonds werden direkt bei der Bank und vermehrt auch über Internet-Plattformen gekauft und im Gegensatz zu ETF in der Regel nicht börslich gehandelt.
Indexfonds
Anlagefond , der in seiner Titelselektion und Gewichtung die Struktur eines Index nachzubilden versucht.
Korb
Sammlung von Anlagewerten, beispielsweise Aktien einer gemeinsamen Branche (Sektor) oder Region, die oft als Basiswert verwendet wird.
Kurs
Börsen- oder Marktpreis von Wertpapieren , Devisen , Münzen oder Waren. Der Kurs schwankt je nach Angebot und Nachfrage.
Limite
Vom Auftraggeber für den Kauf oder Verkauf von Wertpapieren vorgeschriebener Kurs, der beim Kauf nicht überschritten und beim Verkauf nicht unterschritten werden darf.
Liquidität
1. Fähigkeit eines Unternehmens zur fristgerechten Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen. Als Liquiditätskennzahlen gebräuchlich sind die Cash Ratio, die in Prozenten ausdrückt, wie viel des kurzfristigen Fremdkapitals durch liquide Mittel gedeckt ist, die Quick Ratio, die zeigt, wie viel des kurzfristigen Fremdkapitals durch liquide Mittel und Forderungen gedeckt ist, und die Current Ratio. Letztere setzt alle Aktiven des Umlaufvermögens ins Verhältnis zum kurzfristigen Fremdkapital. 2. Hohe Marktgängigkeit eines Wertpapiers, die auf der Vielzahl der im Umlauf befindlichen Titel und einer engen Geld-Brief-Spanne gründet.
Market Maker
Börsenmitglied, das in bestimmten Titeln eigene Bestände hält, für diese Wertpapiere regelmässig Geldkurse und Briefkurse stellt und somit das Marktgeschehen wesentlich beeinflusst.
Marktpreis
Börsen- oder Marktpreis von Wertpapieren , Devisen , Münzen oder Waren. Der Kurs schwankt je nach Angebot und Nachfrage.
Marktrisiko
Bezeichnet die Preis- und Renditeschwankungen im gesamten Markt.
NAV
Ergibt sich aus dem ausgewiesenen Eigenkapital plus den stillen Reserven , dividiert durch die Anzahl Titel (Buchwert ). Liegt der aktuelle Kurs tiefer als der geschätzte innere Wert der Aktie, kann dies ein Hinweis auf eine Unterbewertung, eine ungenügende Liquidität im Handel der Aktie oder auf besondere interne oder externe Risikofaktoren des Unternehmens sein.
Net Asset Value
Ergibt sich aus dem ausgewiesenen Eigenkapital plus den stillen Reserven , dividiert durch die Anzahl Titel (Buchwert ). Liegt der aktuelle Kurs tiefer als der geschätzte innere Wert der Aktie, kann dies ein Hinweis auf eine Unterbewertung, eine ungenügende Liquidität im Handel der Aktie oder auf besondere interne oder externe Risikofaktoren des Unternehmens sein.
OTC
Im Normalfall wird der Handel mit Schweizer Wertpapieren über die SIX abgewickelt. Das Börsensystem unterstützt aber auch Formen des ausserbörslichen Handels. Für sämtliche ausserhalb des Systems abgewickelten Abschlüsse der Börsenmitglieder besteht eine Meldepflicht . Ausserbörslicher Handel im weiteren Sinne sind alle ausserhalb von Börsen durchgeführten Transaktionen mit Wertschriften (beispielsweise mit OTC-Derivaten ).
Primärmarkt
Im Primärmarkt werden neu emittierte Anleihen ab der Lancierung bis zur Aufnahme an der Börse (Sekundärmarkt ) gehandelt. Teil des Kapitalmarktes .
Redemption
Kündigung eines Hedge-Fund-Anteils, um das investierte Geld zurückzuerhalten. Die Bestimmungen der einzelnen Hedge Funds regeln die spezifischen Kündigungsfristen und Auszahlungsmodi (vgl. Lock-up ).
Risiko
In der Finanzmarkttheorie wird das Risiko einer Anlage an den Ertragsschwankungen gemessen. Risiko und Ertrag stehen theoretisch in einem direkten Zusammenhang: Je höher das eingegangene Risiko ist, desto grösser sollte längerfristig der Ertrag der entsprechenden Anlage ausfallen (vgl. Risikomanagement ).
Sekundärmarkt
Handelsort von Frankenobligationen nach Zeichnungsschluss. Vorher werden sie im Primärmarkt umgesetzt.
Standardwerte
Bezeichnung für Aktien führender, kotierter Unternehmen mit erstklassiger Bonität , hoher Ertragskraft und solider Finanzstruktur.
Wertpapier
Urkunde, mit der ein Recht derart verknüpft ist, dass es ohne die Urkunde weder geltend gemacht noch auf andere übertragen werden kann. Zu den Wertpapieren zählen Aktien , Obligationen , Partizipations- und Genussscheine , Anteile von Anlagefonds , Warrants und strukturierte Produkte .
Zeichnung
Durch die Zeichnung einer bestimmten Anzahl von Wertpapieren verpflichtet sich der Anleger, im Falle der definitiven Zuteilung Titel der Emission gemäss den Bedingungen des Prospekts zu übernehmen und zu bezahlen (vgl. Liberierung ).
Zeitwert
Entspricht dem Betrag, den der Käufer mit Blick auf die Chancen einer Option aufzuwenden bereit ist. Er wird bestimmt durch die Restlaufzeit , den risikofreien Zins , die Volatilität des Basiswerts und die Dividendenzahlungen. Bis zum Verfalldatum wird der Zeitwert vollständig abgebaut.

Bei allen Themen, die Anlageberater mit potenziellen Investoren in ETF (Exchange Traded Funds, also kotierten Indexfonds) erörtern, verbringen sie viel Zeit damit, den Handelsprozess zu erklären. Anders als bei standardmässigen offenen Investmentfonds, bei denen die Zeichnung und die Einlösung generell direkt mit dem Transferstellenagenten stattfinden, kommen bei ETF Zwischenhändler ins Spiel: Makler resp. Market Makers führen den Handel durch. Das ermöglicht dem Anleger den Zugang zu erweiterten Liquiditätsformen und sorgt dafür, dass die ETF eng am Zeitwert der zugrundeliegenden Vermögenswerte gehandelt werden.

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