Das Wichtigste zum Börsenstart 07:44 - 29.09.16

Der FuW-Morgen-Report

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Overnight

Die amerikanischen Aktienmärkte profitierten von einem Anstieg des Ölpreises und haben sich am Mittwoch positiv entwickelt. Der Dow Jones Industrial stieg 0,6% auf 18‘339,24 Punkte, der breite S&P 500 um 0,5% auf 2171,37 Punkte. Der technologielastige Nasdaq Composite hinkte dieser Entwicklung mit einem Plus von 0,2% auf 5318,55 Punkte etwas hinterher.

Die überraschende Einigung der Opec-Staaten auf eine Begrenzung der Ölfördermengen hat den Ölpreis angefeuert. Er zog am Mittwoch über 5% an. Es handelt sich dabei um den ersten Schritt der Organisation erdölexportierender Länder dieser Art.

Zu den Gewinnern am US-Markt gehörten denn auch die Energietitel ExxonMobil und Chevron, die 4,4 und 3,2% zulegten. Caterpillar verteuerten sich 4,48%.

Diese positiven Vorgaben haben auch die asiatischen Börsen beflügelt. Während der Hang Seng Index in Hongkong 0,4% zulegte, verteuerte sich der chinesische CSI 300 um 0,6%.

Positiv tendierten auch der japanische Nikkei 225, der 1,45% zulegte, und der marktbreite Topix, der 1,1% gewann.

Die australische Börse zeigte sich ebenfalls von ihrer guten Seite. Der S&P/ASX 200 stieg 1%.

News Vorbörse Schweiz

Credit Suisse: Die Credit Suisse (CSGN 12.6 1.78%) sowie die britische Grossbank Barclays (BARC 167.3 0.81%) befinden sich laut der Agentur Bloomberg in Vergleichsverhandlungen mit dem US-Justizministerium über umstrittene Hypothekengeschäfte aus der Zeit vor der Finanzkrise von 2008. Die CS könnte bereits «in einigen Wochen» einen Vergleich präsentieren, heisst es. Lesen Sie hier mehr.»

UBS: Die Grossbank UBS (UBSG 13.03 -0.08%) legt eine Auseinandersetzung mit der US-Börsenaufsicht SEC mit einer Zahlung von über 15 Mio. $ bei. Die Behörde wirft der Schweizer Bank Versäumnisse beim Verkauf von komplexen Finanzprodukten an Privatkunden vor. Lesen Sie hier mehr.»

Meyer Burger: Die Technologiegruppe Meyer Burger (MBTN 3.39 1.19%) leitet ein breit angelegtes Strukturprogramm ein. Dabei sollen die operativen Gesamtkosten um rund 50 Mio. Fr. gesenkt werden. Der Personalbestand soll bis Ende 2016 um 250 Stellen abgebaut werden. Lesen Sie hier mehr.»

Novartis: Der Pharmakonzern Novartis (NOVN 77.25 -1.66%) hat positive Daten einer Phase-III-Studie zu seinem Migränemedikament AMG 334 (Erenumab) veröffentlicht. Die Studie zeige, dass das Medikament die monatlichen Migränedaten bei Personen mit episodischer Migräne signifikant reduziere.

Actelion: Das Biopharmaunternehmen Actelion startet eine Studie zur Kombitherapie Ponesimod und Dimethylfumarat (Tecfidera) bei Patienten mit schubförmiger Multipler Sklerose (RMS).

Gottex: Der Vermögensverwalter Gottex (GFMN 0.29 -3.33%) verschiebt die für Donnerstag vorgesehene Publikation seiner Halbjahreszahlen 2016 auf den Oktober. Er begründet die Verschiebung mit einem Verzug in den Verhandlungen über eine zweite Finanzierungstranche nach den Rekapitalisierungsmassnahmen vom Sommer.

Goldbach: Goldbach Media, eine Tochter der Goldbach Group (GBMN 30.95 3.34%), und SevenOne Media (Schweiz), eine Tochter der deutschen ProSiebenSat.1-Gruppe, haben ihre bestehenden Verträge vorzeitig verlängert.

Aevis Victoria: Mehr als 50% der Aktien von Générale Beaulieu sind an die Klinik- und Hotelgruppe Aevis (GSMN 59 0.43%) Victoria verkauft.

AFG: Der Gebäudezulieferer AFG nominiert Rudolf Huber und Thomas Lozser als Vertreter der Looser (LOHN 104.2 0.19%) Holding zur Wahl in den Verwaltungsrat.

Leonteq: Der Verwaltungsrat des  Finanzdienstleisters Leonteq (LEON 52.75 0.19%) ernennt Justin Arbuckle, Steven Downey und Jochen Kühn zu neuen Mitgliedern der Geschäftsleitung.

Vorbörsenkurse von Julius Bär

Hier erscheinen jeden Montag bis Freitag von 08:00 bis 09:00 Uhr die Vorbörsenkurse von Julius Bär.

SMI-Markttechnik : Anleger brauchen viel Geduld

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Der Swiss Market Index steckt auch weiterhin in einer Seitwärtsbewegung fest. In welche Richtung er diese Handelsspanne verlassen wird, ist noch völlig offen. Derzeit verspricht nur eine Strategie Erfolg. Lesen Sie hier mehr.»

Ausblick Zinsen und Devisen

Entgegen den Erwartungen hat das US-Verbrauchervertrauen im September erneut spürbar angezogen. Vor allem die Beurteilung der Aussichten auf dem Arbeitsmarkt hat sich verbessert. Die US-Haushalte dürften «ihre Konsumausgaben hoch und dadurch auch die US-Wirtschaft am Laufen halten», kommentiert die Zürcher Kantonalbank (ZKB). Und auch der US-Industrie scheint es etwas besser zu gehen. Das signalisieren zumindest mehrheitlich die regionalen US-Frühindikatoren für September. Der nächste Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe, der am Montag veröffentlicht wird, dürfte sich leicht verbessern und wieder die kritische Marke von 50 übersteigen, erwartet die ZKB.

Einen deutlichen Sprung nach oben vollführte der UBS-Konsumindikator für die Schweiz im August: von 1,45 auf 1,53. Wie die UBS (UBSG 13.03 -0.08%) weiter mitteilt, ist das vor allem dem wieder erstarkten Tourismus und den überdurchschnittlichen Autoneuzulassungen im Berichtsmonat zu verdanken. Der Arbeitsmarkt werfe jedoch «einen Schatten auf den Anstieg», warnt die UBS. Die Situation dort sei ambivalent. Zwar verzeichnete die Beschäftigung im zweiten Quartal einen leichten Anstieg zum Vorquartal, im Jahresvergleich nahm sie aber ab.

Die unsichere Situation auf dem Arbeitsmarkt drückt die Konsumentenstimmung. Solange sich das Schweizer Wirtschaftswachstum nicht auf dem Arbeitsmarkt spiegelt, «dürfte auch der Privatkonsum keine grossen Sprünge machen», prognostiziert die UBS. Die Konjunkturforschungsstelle (Kof) der ETH Zürich veröffentlicht am Freitag ihr Konjunkturbarometer für September, einen wichtigen Frühindikator. Die Erwartungen der im Vorfeld von AWP befragten Bankanalysten reichen von «unverändert» gegenüber August (99,8) bis zu einem Anstieg auf 102.

In der Eurozone hat die Kreditvergabe der Banken an die Unternehmen im August nicht weiter an Dynamik gewonnen, räumt die Europäische Zentralbank (EZB) in ihrem jüngsten Geldmengenbericht ein. Der stimulierende Einfluss ihrer sehr lockeren Geldpolitik scheine allmählich etwas abzustumpfen, kommentiert die ZKB. Zumindest gelinge es der EZB nicht, die Kreditvergabe weiter anzukurbeln.

Die deutschen Verbraucher schauen im Oktober etwas weniger optimistisch in die Zukunft: Das Barometer für das Konsumklima in Deutschland sank im Oktober gegenüber dem Vormonat um 0,2 auf 10. Das ist aber immer noch ein sehr hohes Niveau; im September hatte das Barometer seinen höchsten Stand seit fünfzehn Jahren erreicht.