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10% Dividendenrendite von UBS?

Die Grossbank kommt mit dem Abbau ihres Problemportfolios rascher voran. Das öffnet den Weg zu einer Sonderdividende, glauben die Analysten von Morgan Stanley.

Mark Dittli

Die UBS (UBSG 12.12 2.62%) hat sich zum Ziel gesetzt, bis Ende 2014 eine nach den Basel-III-Richtlinien berechnete Core-Tier-1-Eigenkapitalquote von 13% zu erreichen. Danach, so hat der Verwaltungsrat der Grossbank bereits in Aussicht gestellt, werde begonnen, einen grösseren Teil des Gewinns an die Aktionäre auszuschütten.

Wichtiger Bestandteil in der Erreichung dieses Ziels ist die Fähigkeit der UBS, ihr Portfolio an nicht mehr zum Kerngeschäft gehörenden respektive problembehafteten Anlagen (sogenannten Legacy und Non Core Assets) abzubauen.

Huw van Steenis, Bankenanalyst von Morgan Stanley (MS 45.1 1.35%), kommt in einer aktuellen Studie zum Schluss, dass die UBS in diesem Prozess erheblich von der gegenwärtigen Marktstimmung profitieren und den Ausstieg aus ihren Problem-Assets um zwölf bis achtzehn Monate beschleunigen kann. Das würde seiner Meinung nach den Weg für die Ausschüttung attraktiver Sonderdividenden in den Jahren 2015 und 2016 ebnen.

Die folgende Grafik zeigt den Bestand der abzubauenden Anlagen in der UBS-Bilanz:

Die Legacy Assets (rot) standen per Ende des ersten Quartals risikogewichtet noch mit 36 Mrd. Fr. in den Büchern, die Non-Core-Anlagen (gelb) wurden auf 59 Mrd. abgebaut, und im StabFund, dem an die Schweizerische Nationalbank ausgelagerten Auffangvehikel, lagerten noch Anlagen im Wert von 25 Fr. Fr. (grün). Insgesamt risikogewichtet also 120 Mrd. Fr.

Van Steenis geht davon aus, dass es der UBS gelingen wird, dieses Portfolio bis Ende 2013 auf 98 Mrd. Fr. abzubauen und bis Ende 2014 auf 68 Mrd.

Im Einklang mit dem Abbau der Assets kann die UBS ihre darin gebundene Eigenkapitalunterlegung befreien, wie die nächste Grafik zeigt:

Aktuell sind in den Legacy (rosa), den Non Core (blau) und den StabFund-Assets (grün) noch 16,3 Mrd. Fr. Eigenkapital gebunden (per Ende des ersten Quartals). Bis Ende 2014, rechnet Van Steenis, soll der Wert auf 9,5 Mrd. Fr. sinken. Rund 7 Mrd. Fr. an Eigenkapital würden also befreit.

Bis Ende 2016, wie die folgende Grafik zeigt, soll der Abbau der Problem-Assets sogar fast 10 Mrd. Fr. an gebundenem Eigenkapital befreien:

Der Analyst von Morgan Stanley geht davon aus, dass die UBS bereits Mitte 2014 ihr Ziel einer Core Tier 1 Ratio nach Basel III von 13% erreichen wird – und danach beginnen kann, ihre gebeutelten Aktionäre wieder besser zu belohnen. Die folgende Grafik zeigt, wie sich die Dividende der UBS in den kommenden Jahren gemäss den Erwartungen von Van Steenis entwickeln wird:

Für das Geschäftsjahr 2013 (Ausschüttung im Frühjahr 2014) rechnet er abermals mit 0.15 Fr. je Aktie. Für das Geschäftsjahr 2014 sollen bereits 0.60 Fr. je Titel drinliegen. Und weil die UBS danach nach Ansicht des Analysten dermassen solid finanziert ist, kann sie für die Geschäftsjahre 2015 und 2016 je eine Sonderdividende beschliessen, was die Ausschüttung auf 1.75 Fr. je Aktie erhöhte.

Das entspräche gemessen am aktuellen Kursniveau einer Dividendenrendite von knapp 10,2%.

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