Unternehmen / Finanz

«10 000 Fr. für jeden Bewohner der Schweiz»

Thomas Müller, CEO der Banque CIC (Suisse), fordert radikale Massnahmen der Nationalbank und ein Ende des Negativzinses, wie er im Interview mit der FuW erläutert.

Der Chef der Banque CIC (Suisse), Thomas Müller, fordert von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) die Ausschüttung von 10 000 Fr. aus deren Devisenreserven an jeden Bewohner der Schweiz. Dadurch könnte der Franken auf ein normaleres Niveau geschwächt werden, ohne die Wirtschaft und die Arbeitnehmer zu belasten, sagt der CEO der Auslandbank mit Sitz in Basel. Dann bräuchte es auch keine Negativzinsen mehr.

Angesichts der Geldpolitik der bedeutenden Zentralbanken «muss man über unkonventionelle Massnahmen auch in der Schweiz diskutieren», sagt Müller im Gespräch mit FuW. Die US-Notenbank betreibe Quantitative Lockerung (Anleihenkäufe), die Europäische Zentralbank kauft ebenso in grossem Umfang Staatspapiere und auch die Bank of Japan weitet die Geldmenge extrem aus. Die Schweiz hingegen würde immer noch traditionelle Lösungsansätze verfolgen. «Dadurch wird der Wohlstand der Schweiz reduziert», kritisiert Müller.

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Leser-Kommentare

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Willy Huber 02.07.2015 - 13:28
Sie treffen mit Ihrer Einschätzung voll ins Schwarze. Anstatt mit konservativen Mitteln (gegen den Strom der anderen grossen Nationalbanken) den Schweizer Franken weiter zu stärken, sollte die SNB CHF drucken, damit jeden Schweizer Bürger beglücken und die besten EU-Aktien kaufen und als Staatsfonds anlegen. Folge: Der CHF schwächt sich ab, die SNB erstarkt, der Bürger wird entlastet, und die CHF… Weiterlesen »
Willy Huber 02.07.2015 - 14:41

Guter Artikel. Statt den CHF zu stärken könnte er so wirksam geschwächt werden. Die Schweizer Bürger würden profitieren, Devisen könnten in starke Aktien der EU investiert werden.