Märkte / Aktien

SMI schliesst fester

Die Schweizer Börse stabilisiert sich nach den jüngsten Verlusten. Novartis, Roche und Nestlé stützen. Zurich und Montana Aerospace stehen im Fokus. Wallstreet büsst klar ein.

(AWP/SPU) Am Schweizer Aktienmarkt ist es zur Wochenmitte zu einer Gegenbewegung gekommen. Der SMI notierte bei Eröffnung 0,2% im Plus. Damit eroberte der Leitindex die 11’000 zurück. Im weiteren Handelsverlauf festigte er sich über dieser Marke. Am Nachmittag baute er mit Publikation der US-Inflationszahlen seine Gewinne zwar kurzzeitig ab. Doch der SMI erreichte kurz nach Wallstreet-Eröffnung ein neues Tageshöchst. Morgen Donnerstag wird an der SIX feiertagsbedingt nicht gehandelt.

Erneut schwächer präsentierten sich die US-Märkte. Die drei wichtigen Wallstreet-Indizes gaben bei Handelsende in Zürich deutlich nach. Der S&P500 büsste 1,3% ein. Der Dow Jones verlor 1%. Stark unter Druck standen wieder die Technologieaktien. Der Nasdaq Composite fiel 2,1%.

Zurich etwas schwächer

Zurich Insurance schlossen leicht im Minus. Der Versicherer war gut ins Jahr 2021 gestartet und im ersten Quartal klar gewachsen. Zulegen konnte die Gruppe in erster Linie im Schadengeschäft, unter anderem dank steigender Preise. Leicht rückläufig war dagegen das Neugeschäft in der Lebensparte. Unterstützung erhalten die Aktien zusätzlich von guten Zahlen des deutschen Konkurrenten Allianz.

Getragen wurde der Gesamtmarkt vor allem von den drei Schwergewichten Novartis, Nestlé und Roche, die dem Markt damit eine gewisse Absicherung nach unten boten.

Aus der Gesundheitsszene waren zudem noch Lonza gefragt, Swisscom gesellten sich als ein weiterer defensiver Vertreter hinzu.

Unter den Gewinnern waren auch Vertreter aus der Finanzbranche zu finden. So legten UBS und Credit Suisse mit am deutlichsten zu, während Partners Group einbüssten.

Montana Aerospace stark gesucht 

Im SMIM gaben die Anteilsscheine von Dufry nach, trotz positiver Nachrichten. Händler verwiesen auf eine neue Konzession für den internationalen Flughafen Teesside in Nordengland, den sich das Unternehmen gesichert habe.

Die Aktien von Kühne + Nagel reagierten kaum. Der Logistiker hatte die Übernahme der chinesischen Apex vollzogen und sich damit wohl an die Spitze im weltweiten Frachtgeschäft katapultiert.

Unter den Verlierern waren Logitech und AMS zu finden. Sie gesellten sich damit zu ihren europäischen Kollegen, wie der insgesamt schwächere Branchenindex zeigt. In den USA standen Technologiewerte auch am Mittwoch unter Druck.

Der Hersteller von Hörsystemen, Sonova, gehörte zu den Verlierern. Hier verwiesen Händler auf die Nachricht, dass der US-Kopfhörerspezialist Bose ein eigenes OTC-Angebot lanciert hat. Verluste wiesen auch die Aktien des Spezialchemieherstellers Ems-Chemie aus.

Die Aktien von Metall Zug legten zu. Die Gruppe rechnet mit einer Markterholung im ersten Halbjahr und erwartet einen im Vergleich zum Vorjahr besseren Nettoerlös und Ebit.

Die Aktien des Luftfahrtzulieferers Montana Aerospace hoben ab. Der Neuzugang an der SIX feierte ein erfolgreiches Börsendebüt.

Asiens Börsen von Wallstreet belastet

Mit den Vorgaben von Wallstreet vom Dienstag tendierten die asiatischen Börsen im heutigen Mittwochshandel ebenfalls schwächer. Auch hier überwogen Teuerungs- und Zinssorgen. Dazu kam ein Coronaausbruch in Taiwan, der die Region verunsichert. Nach deutlichen Einbussen zu Handelsbeginn hatten sich diese im Laufe des Tages allerdings verringert. Der Nikkei 225 notierte in Tokio 1,6% unter Vortag. Der breiter gefasste Topix zeigte sich 1,5% ermässigt. Der Kospi in Seoul stand 1,5% unter Vortagesschluss. Fester präsentierte sich der Hang Seng in Hongkong mit +0,4%. Im Plus schlossen mit jeweils 0,5% auch der Shanghai Composite und der CSI300.

Euro unter 1.21 $

Der Euro fiel am Mittwoch nach einer in den USA stark gestiegenen Inflation unter 1.21 $. Bei Börsenschluss in Europa kostete die Gemeinschaftswährung 1.2071 $. Am Morgen hatte sie noch mehr als einen halben Cent höher notiert. Auch zum Franken stieg der Dollar und wurde zuletzt zu 0.9088 Fr. gehandelt nach 0.9054 am Morgen. Gegenüber dem Euro bewegte sich der Franken dagegen wenig. Die Gemeinschaftswährung wurde am Abend mit 1.0971 Fr. bewertet.

Ölpreis klar fester

Der Ölpreis tendierte aufwärts. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Abend knapp 70 $. In den USA sind die Rohöllagerbestände in der vergangenen Woche auf den niedrigsten Stand seit Ende Februar gefallen. Die Vorräte gingen im Vergleich zur Vorwoche um 0,4 Mio. Barrel auf 484,7 Mio. Barrel zurück. Zuvor hatte die Internationale Energie Agentur (IEA) berichtet, dass sich weltweit die überschüssigen Lagerbestände an Rohöl im Vergleich zum Vorjahr stark verringert haben. Gleichzeitig hat der Interessenverband führender Industriestaaten aber die Prognose für die weltweite Nachfrage nach Rohöl gesenkt und auf die Verschärfung der Corona-Krise in Indien verwiesen.

Gold gab nach. Die Feinunze lag um 17.30 Uhr MESZ bei einem Preis von 1823 $.

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