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150 Jahre Yen – ein lukrativer Fluchthafen

Japans Währung stand in ihrer Geschichte oft in der Kritik der USA. Mittelfristig droht die Ablösung durch Chinas Yuan.

Martin Fritz, Tokio

Vor 150 Jahren erblickte der Yen das Licht der Welt: Die Regierung brachte geprägte Gold-, Silber- und Kupfermünzen mit Dezimalwerten in Umlauf. Die Vereinheitlichung des Geldes durch das «Neue Währungsgesetz» vom 27. Juni 1871 gehörte zu den vielen Schritten für ein nationales Wirtschaftssystem.

Ab Juli wurden die neuen Münzen dann schrittweise eingeführt. Es folgte die Gründung der Notenbank – die Bank of Japan – im Jahr 1882, welche nationale Geldscheine druckte. Bei der Geburt setzte man 1 Yen mit 1,5 Gramm Gold gleich. Aber als Japan 1897 den Goldstandard akzeptierte und dem globalen Finanzsystem beitrat, halbierte es den Tauschwert von 1 Yen auf 0,75 Gramm Gold. Dafür erhielte man heute 4800 Yen. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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