In Neuseeland, Finnland, den Niederlanden, im Vereinigten Königreich, in Belgien, Australien und Irland ist man im Allgemeinen ausgeschlafen. Die durchschnittliche Schlafdauer pro Tag bzw. Nacht beträgt dort wenigstens siebeneinhalb Stunden. Der durchschnittlichen Wirtschaftsleistung scheint das eher förderlich als abträglich zu sein. Die Niederlande und Australien verzeichnen ein Bruttoinlandprodukt (BIP) um 50‘000 $ pro Kopf, die «Schlafmützen» in Neuseeland «nur» gut 35‘000 $, was jedoch immer noch etwa dem Niveau von Spanien und Italien entspricht, freilich mit rund einer halben Stunde längerer Ruhezeit im Bett. Die Schweiz und die USA liegen nahezu gleichauf mit je gut siebeneinviertel Stunden Tiefenentspannung und gegen 60‘000 $ BIP pro Kopf (wenigstens nach dieser Darstellung des Weltwirtschaftsforums Wef; zum BIP per capita existieren unterschiedliche Datensätze). Im Vergleich zu den europäischen, nordamerikanischen und ozeanischen Industriestaaten schlagen Südkorea und vor allem Japan aus der Reihe. Die Japaner schlafen eine Stunde weniger als die Leute in der Schweiz. In Japan gibt es das extreme, wenngleich seltene Phänomen des Karoshi, des Todes durch Überarbeiten. Alltäglich ist dagegen die Produktivitätseinbusse – ausgeruhtes Personal leistet mehr. Die US-Denkfabrik Rand Corporation schätzt diesen Effekt für Japan auf etwa 3% des BIP.