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200 Jahre Weltgeschichte in vier Minuten

Der am 7. Februar verstorbene schwedische Mediziner und Statistiker Hans Rosling zeigt in einem genialen Video, welche Länder reicher und gesünder geworden sind. Und welche nicht.

Mark Dittli

Haben Sie schon einmal von Hans Rosling gehört? Möglicherweise nicht. Doch in der Welt der Visualisierung von Daten war der Schwede ein Pionier – und ein Genie.

War. Denn Hans Rosling ist am 7. Februar in Uppsala im Alter von 68 Jahren gestorben. Er litt an Krebs der Bauchspeicheldrüse, wie seine Familie mitteilte.

Rosling war Mediziner; er verbrachte seine jungen Jahre nach dem Studium in Uppsala unter anderem in Indien, Moçambique und im Kongo, bevor er Mitte der Achtzigerjahre nach Schweden zurückkehrte.

In den Neunziger- und Nullerjahren arbeitete er am Karolinska-Institut in Stockholm, wo er sich intensiv mit Statistik und globalen Gesundheitsdaten beschäftigte. Und weil diese nach seinen eigenen Angaben «langweilig und trocken» sind, ging er neue Wege in der Visualisierung.

Die von ihm gegründete Firma Gapminder hat unzählige Wissenschaftler und Journalisten weltweit animiert, Daten nicht bloss als trockene Materie zu sehen, sondern als Rohstoff für spannende Entdeckungen.

Das oben präsentierte Video ist ein Highlight: Hans Rosling zeigt 200 Jahre Weltgeschichte in vier Minuten. Wer sich für die Details interessiert: Hier ist die visualisierte Datenbank auf Gapminder.

Sehen Sie’s als kleine Hommage an Hans Rosling.

Tack så mycket, Hans. Mår du vila i fred.

Leser-Kommentare

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Frederic Marxer 09.02.2017 - 11:38

Schön!