Unternehmen / Industrie

Aufräumen lohnt sich

2020 bereinigen mehrere Konzerne ihr Portfolio. Dätwyler ist nur ein Unternehmen, das mit grossen Schritten vorangeht.

Mit dem Rückzug aus dem Geschäft mit elektronischen Komponenten schärft der Industriekonzern Dätwyler sein Profil. Und ist damit nicht allein. Portfoliobereinigungen standen bei kotierten Schweizer Unternehmen jüngst hoch im Kurs. Von den zehn grössten Kapitalmarkttransaktionen 2019 gehen vier auf den Verkauf oder die Abspaltung einer Sparte zurück. Novartis hat Alcon an die Börse gebracht, Nestlé hat Skin Health und das US-Eiscrèmegeschäft verkauft, Swiss Re den Mehrheitsanteil am britischen Rückversicherer ReAssure abgestossen.

Ob das laufende Jahr erneut so grosse Umschichtungen zeigt, ist indes fraglich. Geplant sind vorwiegend kleinere Transaktionen. «Ein Trend zur Bereinigung ist eher international spürbar», sagt Reto Hess, Senior Research-Analyst bei Credit Suisse. Denn hiesige Mischkonzerne haben bereits kräftig ausgemistet. Grosse Konglomerate, wie sie etwa in Deutschland mit Siemens und Bayer zu finden sind, gibt es kaum noch.

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