Märkte

2021 ist kein Bondjahr

Rohstoffe, Europa und Value-Aktien schlagen sich bisher am besten. Japan und Staatsanleihen stehen auf der Verliererseite.

Das laufende Börsenjahr liest sich wie das Gegenstück zum vergangenen. Anlagen, die 2020 an Wert gewannen, zieht es nach unten. Dafür blühen Märkte auf, die im Coronajahr unter die Räder kamen. Ein extremes Beispiel sind die Rohstoffe. 2020 war trotz Erholung im zweiten Halbjahr eine Katastrophe. Dieses Jahr schwingen Öl und rohstoffverwandte Anlagen obenaus.

Sichere Staatsanleihen gehören zur anderen Gruppe. Im Coronaschock vor einem Jahr boten sie Schutz. Mit der konjunkturellen Erholung braucht sie niemand mehr. Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen sind von 0,4 auf zwischenzeitlich über 1,75% gestiegen – und mit ihnen die Renditen am Frankenobligationenmarkt. Höhere Renditen bedeuten sinkende Preise. So gehören Schweizer Staatsanleihen dieses Jahr zu den schlechtesten Anlageklassen. Rund 5% hat man mit «Eidgenossen» bisher verloren. Nur unwesentlich besser erging es den Schweizer Investoren am europäischen Bondmarkt, wobei die leichte Abwertung des Frankens geholfen hat. Am ehesten Geld verdienen liess sich im Bereich der Festverzinslichen mit spekulativen Hochzinsanleihen. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?