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3,3 Mio. Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe

In den USA stellen in der Woche bis zum 21. März 3,3 Mio. Personen einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe. Das ist das Vierfache des bisherigen Rekords.

Die Folgen der Coronaviruspandemie sind brutal. In der vergangenen Woche haben in den Vereinigten Staaten 3,3 Mio. Personen einen Erstantrag auf Arbeitslosenunterstützung gestellt. Das ist nicht nur ein Rekord, sondern eine Zahl aus einer anderen Grössenordnung. 

Der bisherige Höchstwert von 695’000 wurde während der Rezession von 1981 bis 1982 erreicht. Selbst während der Finanzkrise der Jahre 2008 und 2009 betrug das Maximum 665’000 Erstanträge.

Die Schockwelle kommt

Die Zahl der Erstanträge ist der erste Indikator, der die Folgen der Coronakrise für den amerikanischen Arbeitsmarkt zeigt. Für den Arbeitsmarktbericht vom März von nächster Woche verheisst sie nichts Gutes.

Allein die 3,3 Mio. zusätzlichen Arbeitslosen von vergangener Woche erhöhen die Zahl der Stellensuchenden von 5,8 Mio. per Ende Februar auf 9,1 Mio. Analog hieven sie die Arbeitslosenquote von 3,5% per Ende Februar auf 5,5% – so viel wie zuletzt Anfang 2015.

Wie zuletzt während der Grossen Depression

Der Anstieg entspricht 2,1% aller Arbeitsstellen in den USA. Besonders betroffen sind von der Krise Handel, Restaurants sowie Gastgewerbe. Laut Dimitri Delis, Ökonom von Piper Sandler, arbeiteten in diesen Bereichen per Ende Februar 32 Mio. Personen. 

«Ein Fünftel dieser Arbeitnehmer könnte über die nächsten Monate die Arbeit verlieren und über Spillover-Effekte die Arbeitslosigkeit auf über 11% erhöhen», schreibt er in einem Kommentar. Mit einem solchen Wert wäre die Quote so hoch wie zuletzt während der Grossen Depression.

 

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