Märkte / Makro

US-Wirtschaft setzt ein Zeichen

Die Industrie in den USA fährt im Juni die Produktion hoch. Auch die Geschäfte der Detailhändler laufen besser als erwartet.

(Reuters)Die US-Wirtschaft hat zum Ende des ersten Halbjahres mit positiven Nachrichten aus Industrie und Einzelhandel überrascht. Beflügelt von einer stärkeren Nachfrage nach Autos legte der Umsatz der Detailhändler im Juni um 0,4%  zum Vormonat zu, wie das Handelsministerium am Dienstag in Washington mitteilte. Ökonomen hatten lediglich ein Plus von 0,1% auf dem Zettel. «Der Konsument bleibt somit die verlässliche Stütze der Wirtschaft der Vereinigten Staaten», so Analyst Tobias Basse von der NordLB. Der private Konsum macht gut zwei Drittel der Wirtschaftsleistung aus. Er hatte zuletzt merklich zum kräftigen Wachstum der weltgrößten Volkswirtschaft beigetragen.

Für das zweite Quartal rechnen Ökonomen derzeit mit einem Wirtschaftswachstum von aufs Jahr hochgerechnet 1,9%, nachdem es zu Jahresbeginn noch 3,1% gewesen waren. Die Industrie macht etwa 12% des Bruttoinlandsproduktes der USA aus: Sie stellte im Juni 0,4% mehr her als im Vormonat. Von Reuters befragte Ökonomen waren lediglich von einem halb so starken Anstieg ausgegangen. Die Industrieproduktion im weiteren Sinn – zu der auch Versorger und Bergbau beitragen – stagnierte hingegen im Juni.

Die US-Notenbank hat vor dem Hintergrund der globalen Konjunkturabkühlung und der mit dem Zollkonflikt mit China verbundenen Unsicherheit Bereitschaft zu einer Zinssenkung signalisiert. An den Finanzmärkten wird für Monatsende mit einem entsprechenden Schritt des über die Zinspolitik entscheidenden Offenmarktausschusses des Fed (FOMC) gerechnet. Derzeit liegt das Zinsniveau in einer Spanne von 2,25 bis 2,5%.

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