Unternehmen / Finanz

Hemmschwelle sinkt erst langsam

Für Schweizer Banken ist bei Kryptogeschäften die Regulierung die grösste Hürde. Institutionelle Anleger könnten für mehr Stabilität sorgen.

Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum sind nach der zwischenzeitlichen Kursexplosion der vergangenen Monate so populär wie nie. Das führt auch zu vermehrten Anfragen bei Banken in der Schweiz. Anfang Jahr hätten sich Kunden vermehrt nach Möglichkeiten für Investitionen in diese digitalen Zahlungsmittel erkundigt, heisst es etwa von der Berner Kantonalbank (BEKB). Das Interesse korreliert allerdings noch mit den Kursbewegungen: Nachdem der Bitcoin korrigiert hatte, gingen die Anfragen zurück.

Geht es um Kryptowährungen, ist sich die Finanzbranche uneins. Der CEO einer bekannten Schweizer Privatbank vergleicht die hoch volatilen Währungen mit Fussballwetten, ungeeignet für langfristige Anlagen. Traditionelle Finanzinstitute sind meist nach wie vor nur in der Rolle des interessierten Beobachters.

Grossbanken halten sich zurück

Das Thema geniesst noch immer keine hohe Priorität, wie eine FuW-Umfrage unter kotierten Schweizer Banken zeigt. Auch die Grossbanken, bei denen Digitalisierung ansonsten Chefsache ist, geben sich zurückhaltend. UBS beispielsweise ist nicht in Kryptowährungen aktiv, ist aber an der zugrundeliegenden Technologie interessiert, schreibt sie auf Anfrage.

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Leser-Kommentare

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Werner Rellstab 12.07.2021 - 19:26

Es darf nie soweit kommen, dass Pensionskassen in Kryptos investieren dürfen, dann wären unsere Renten und unser ganzes Finanzsystem wirklich gefährdet. Hochrisiko-Anlagen ohne jeden inneren Wert.

Jürg Kradolfer 13.07.2021 - 06:09

Ich freue mich wenn Vorsorgewerke Bitcoin erwerben. Das knappste Gut verspricht langfristig einen guten Beitrag an die Performance und zwar mit einer bescheidenen Anlagequote.