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Alle tappen bei einem Gaslieferstopp im Dunkeln

Gängige Modelle der Ökonomen erfassen nicht alle Dimensionen eines sofortigen Importstopps für Gas aus Russland. Moskau will Lieferverträge aussetzen, wenn es keine Rubelzahlung gibt.

Die Rufe nach einem sofortigen Importstopp für russisches Öl, Gas und Kohle werden in Europa mit jedem Tag lauter. Je länger der blutige Krieg in der Ukraine dauert, desto mehr suchen Politiker und ihre Berater nach Wegen, die Einfuhr so schnell wie möglich zu stoppen. Dabei ist unklar, ob ein Energieembargo ein Kriegsende überhaupt beschleunigen würde.

So verständlich die Forderung auch sein mag, hinzu kommt nun auch noch ein Streit zwischen Ökonomen, der zum Teil heftig auf Twitter geführt wird.

Es geht um die Frage, was ein Importstopp am Ende für die EU-Länder bedeuten würde. Einige Fachleute und Branchenvertreter fürchten, dass der Schaden für die heimischen Volkswirtschaften zu gross werden könnte.

Russland fordert Lieferung in Rubel

Die Gefahr, dass Russland seinerseits die Gaslieferungen in die EU aussetzt, scheint seit dieser Woche zumindest vorerst gebannt. Am Mittwoch telefonierten der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz und der russische Präsident Wladimir Putin. Im Gespräch versicherte der Kreml-Herr, dass EU-Importeure ihre Rechnung wie in den Verträgen festgeschrieben weiterhin in Euro oder Dollar begleichen können.

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