Unternehmen / Schweiz

ABB wird wählerisch

Analyse | Der Technikkonzern ist im zweiten Quartal rasant gewachsen. Um die Marge zu verbessern, hat er auf Aufträge verzichtet.

ABB ist in Topform. Der Technikkonzern hat im vergangenen Quartal die bereits hohen Erwartungen nochmals deutlich übertroffen. Der Umsatz stieg um 21%, und die Ebita-Marge erreichte mit 15% bereits den Zielwert, den CEO Björn Rosengren jüngst im FuW-Interview noch für 2023 ausgegeben hatte. Dennoch hält das Management derzeit am Zielband von 13 bis 16% fest.

An der Präsentation der Quartalszahlen vor Analysten verwies Rosengren darauf, dass es sich lediglich um ein Quartalsergebnis handle. Im zweiten Halbjahr könnten insbesondere steigende Rohstoffkosten die Dynamik wieder bremsen.

Gegenwind von Rohstoffmärkten

Finanzchef Timo Ihamuotila präzisierte, dass vor allem der Geschäftsbereich Elektrifizierung die steigenden Stahl- und Kupferpreise spüren und die Marge von derzeit 17,4% in diesem Bereich unter Druck kommen werde. Mit Blick auf das dritte Quartal dürfte es schwieriger werden, die hohen Rohstoffkosten mit dem Pricing zu kompensieren, sagte der CFO. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?