Unternehmen / Schweiz

ABB durch Lieferengpässe ausgebremst

Analyse | Der Komponentenmangel bei Halbleitern trifft auch ABB. Das Wachstumstempo das Industriekonzerns ist deutlich abgeschwächt.

Das Industriekonglomerat ABB litt im dritten Quartal unter Problemen bei der Lieferkette und muss beim Wachstum einen Gang zurückschalten. Der Elektronik- und Automatisierungskonzern konnte zwar den Umsatz moderat steigern, musste jedoch die Umsatzprognose für das Gesamtjahr nach unten schrauben. Ein Ende der Wachstumsphase des Zyklikers zeichnet sich dennoch nicht ab, denn der Ordereingang ist weiter zweistellig.

Dass ABB bei den Aufträgen nicht nachkommt, liegt am Komponentenmangel bei Halbleitern sowie an Logistikproblemen und am knapperen Arbeitsangebot in den USA. Damit stehe die vor allem in Nordamerika absatzstarke ABB jedoch nicht allein da – das Problem würde «die gesamte Industrie erfassen», erklärte CEO Björn Rosengren bei der Pressekonferenz zum dritten Quartal. Bei ABB betrifft das im Speziellen den für das Ergebnis wichtigen Geschäftsbereich Elektrifizierung sowie die durch einen Zukauf gestärkte Robotiksparte.

Prognose gesenkt

Der Umsatz im dritten Geschäftsquartal stieg von 6,58 auf 7,03 Mrd. $, was eine Zunahme von 7% zum Vorjahresquartal bedeutet. Das ist jedoch eine deutliche Einbremsung zum bisherigen Wachstumstempo. Aufgrund der Engpässe in der Lieferkette wurde der Jahresausblick angepasst. ABB erwartet nun ein Umsatzwachstum von nur mehr 6 bis 8%, während es zuvor knapp unter 10% waren. Die Schwierigkeiten dürften jedoch mit dem Schlussquartal 2021 nicht vorüber sein, sondern werden bis ins Jahr 2022 anhalten. «Es gibt leider keinen schnellen Fix», erklärte Finanzchef Timo Ihamuotila.

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