Unternehmen / Energie

ABB ist fit für eine Beschleunigung

Der Elektrotechnik- und Automationskonzern lässt ein Übergangjahr hinter sich – mit substanziellen Sonderkosten.

Mit der Publikation der Zahlen zum vierten Quartal und zum Gesamtjahr 2017 am Donnerstag schliesst der Traditionskonzern ABB ein von CEO Ulrich Spiesshofer oft bemühtes «Übergangsjahr» ab. Ein Jahr, das von Akquisitionen, Restrukturierungen und verhaltener Umsatzentwicklung geprägt war. Grosse Überraschungen sind im Abschlussquartal keine zu erwarten. Der Auftragseingang dürfte weiterhin von den Basisaufträgen getragen worden sein. Eine Häufung neuer Grossaufträge wäre eine Überraschung.

Zu erwarten sind hingegen bedeutende Zusatzkosten im Zusammenhang mit der Auslagerung des EPC-Geschäfts (Engineering, Procurement, Construction), die im Dezember angekündigt wurde. Sie betreffen etwa die Division Stromnetze mit dem Joint Venture SNC-Lavallin, die Division Robotics and Motion mit dem Ausstieg aus dem Bahn-Retrofit-Geschäft, aber auch die Industrieautomation. Dort sollen die EPC-Aktivitäten im Öl- und Gassektor ebenfalls in ein neues Joint Venture eingebracht werden. Diese Massnahmen im EPC-Geschäft dürften auf Konzernebene das Betriebsergebnis (Stufe Ebitda) mit mindestens 150 Mio. $ belasten, den Nettogewinn mit mindestens 75 Mio. $.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.

Leser-Kommentare