Unternehmen / Industrie

ABB verschlankt sich weiter

Analyse | Der Traditionskonzern will sich von drei Divisionen trennen. Das Turboladergeschäft könnte als Spin-off an die Schweizer Börse kommen.

Die Erwartungen an den Kapitalmarkttag vom Donnerstag waren gross. Einen Paukenschlag oder eine Überraschung hatte ABB-CEO und Hoffnungsträger Björn Rosengren indes nicht parat. Drei kleinere Divisionen sollen verkauft werden, die Finanzziele wurden leicht angepasst. Zudem wurden die Wachstumsansprüche etwas gedämpft. Das ist nicht so gut angekommen. Die ABB-Aktien haben am Donnerstagmorgen zeitweise mehr als 3% nachgegeben, notieren dennoch so hoch wie seit drei Jahren nicht mehr.

Rosengren hat an der virtuellen Veranstaltung vieles präsentiert, was er in den Vormonaten angedeutet hatte. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Die Devestitionen sollen ABB schlanker und profitabler machen. Danach will der Konzern wieder auf Wachstumskurs kommen. Mit den Divisionen Turbolader, Mechanische Kraftübertragung und Stromumwandlung will er sich von drei Einheiten trennen, die zusammen 1,75 Mrd. $ umsetzen, das sind 6% des Konzernumsatzes. Der seit März amtierende Rosengren hatte im Juni ein mögliches Devestitionsvolumen von bis zu 5 Mrd. $ in Aussicht gestellt. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?