Unternehmen / Schweiz 13:10 - 20.04.2017

ABB wartet noch auf Trendwende

Die Wachstumsschwäche beim Automations- und Energietechnikkonzern hält an. CEO Ulrich Spiesshofer sieht aber erste Zeichen eines Umschwungs.
NEU Per E-Mail-Abo Unternehmen folgen*
lesen sie mehr
zum Stichwort
Aktie
Wertpapier , das einen Anteil am Kapital einer Aktiengesellschaft verkörpert. Es sichert dem Eigentümer Mitgliedschaftsrechte (Stimm- und Wahlrecht an der Generalversammlung) und Vermögensrechte (Recht auf Anteil am Gewinn, Beteiligungsquote bei Kapitalerhöhungen oder am Liquidationsergebnis) zu.
Bonus
1. Erfolgsabhängige Ausschüttung an die Mitarbeiter, vor allem an die oberen Hierarchiestufen (VR , Geschäftsleitung ). Die Ausgestaltung ist ein wichtiges Element der Corporate Governance . 2. Ausserordentliche Ertragsausschüttung eines Unternehmens über die ordentliche Dividende hinaus, z. B. als Jubiläumsbonus. Auch Zusatzdividende genannt.
CEO
Angelsächsische Kürzel für Unternehmenschef (Chief Executive Officer), Leiter der Finanzabteilung (Chief Financial Officer), Leiter Anlagestrategie (Chief Investment Officer) sowie Leiter operatives Geschäft (Chief Operating Officer), die gemeinsam die Geschäftsleitung bilden.
Dividende
Der von einer Aktiengesellschaft je Aktie ausgezahlte Gewinnanteil. Die Dividende wird durch die Generalversammlung auf Antrag des Verwaltungsrats festgesetzt. Als Dividende werden auch die Auszahlungen an die Inhaber von Genuss- und Partizipationsscheinen bezeichnet.
Dividendenrendite
In Prozenten ausgedrückter Ertrag einer Aktienanlage: Die Dividendenrendite stellt die in einem Jahr ausgeschüttete Dividende in Prozenten des Kurses dar. In der Praxis ist die erwartete Dividendenrendite als Auswahlkriterium relevant, sie ist jedoch nicht gesichert.
Ebit
Ebit (Earnings before Interest and Taxes): Gewinn vor Zinsen und Steuern. Ebita: Ebit vor Goodwillabschreibung. Ebitda (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization): Betriebsgewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen. Diese drei Varianten des Betriebsergebnisses zeigen die operative Ertragskraft besser auf als der publizierte Nettogewinn. Dieser kann ohne betriebliche Ursachen je nach Rechnungslegungsstandard , Beitrag des Finanzergebnisses (Zinsen in obigen Definitionen) und Steuerbelastung stark variieren. Nicht weitergeführte Aktivitäten werden meist aus dem betrieblichen Ergebnis herausgerechnet und fliessen als Ergebnis aufgegebener Tätigkeiten in das Nettoergebnis ein. Anderseits werden ausserordentliche Aufwendungen für Restrukturierungen oder Wertberichtigungen berücksichtigt, sofern sie betrieblich bedingt sind.
Ebita
Ebit (Earnings before Interest and Taxes): Gewinn vor Zinsen und Steuern. Ebita: Ebit vor Goodwillabschreibung. Ebitda (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization): Betriebsgewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen. Diese drei Varianten des Betriebsergebnisses zeigen die operative Ertragskraft besser auf als der publizierte Nettogewinn. Dieser kann ohne betriebliche Ursachen je nach Rechnungslegungsstandard , Beitrag des Finanzergebnisses (Zinsen in obigen Definitionen) und Steuerbelastung stark variieren. Nicht weitergeführte Aktivitäten werden meist aus dem betrieblichen Ergebnis herausgerechnet und fliessen als Ergebnis aufgegebener Tätigkeiten in das Nettoergebnis ein. Anderseits werden ausserordentliche Aufwendungen für Restrukturierungen oder Wertberichtigungen berücksichtigt, sofern sie betrieblich bedingt sind.
Kurs
Börsen- oder Marktpreis von Wertpapieren , Devisen , Münzen oder Waren. Der Kurs schwankt je nach Angebot und Nachfrage.
Kurs-Gewinn-Verhältnis
Aktienkurs im Verhältnis zum erwirtschafteten oder erwarteten Gewinn pro dividendenberechtigte Aktie . Die Kennzahl zur Aktienbewertung gibt an, wie viel Mal der Gewinn pro Aktie im Aktienkurs enthalten ist. Anhand des KGV können verschiedene Titel innerhalb einer Branche verglichen werden.
Marge
1. Differenz zwischen den Aktiv- und den Passivzinsen einer Bank (Zinsmarge ). 2. Differenz zwischen dem Geldkurs und dem Briefkurs eines Wertpapiers (Geld-Brief-Spanne ). 3. Bareinschuss (Initial Margin , Variation Margin ) bei Futures oder CDF (Sicherheitsmarge). 4. Ergebnis (meist das operative) im Verhältnis zum Umsatz (Return on Sales, RoS).

Nichts Neues unter der Sonne bei ABB: Die Wachstumsschwäche besteht fort, wie die Zahlen zum ersten Quartal 2017 zeigen. Auftragseingang und Umsatz gingen erneut zurück. Auch der Betriebsgewinn war rückläufig. Die Betriebsmarge konnte indes stabil gehalten werden. Der Gewinn stieg kräftig. Im Ausblick bleibt der Automations- und Energietechnikkonzern unverändert vorsichtig und spricht weiterhin von 2017 als einem «Übergangsjahr».

Der Auftragseingang verringerte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 9% auf 8,4 Mrd. $. Auf vergleichbarer Basis – unter Herausrechnung von Portfolioveränderungen und Währungseffekten – ergab sich ein Minus von 3%. Hauptgrund für den Rückgang sind die rückläufigen, nicht regelmässig eingehenden Grossaufträge (ab 15 Mio. $ Bestellungsvolumen). Sie nahmen aufgrund der geringeren Zahl von Grossprojekten in den Divisionen Industrieautomation und Stromnetze 50% ab (vergleichbar: –34%). Die regelmässiger anfallenden Basisaufträge (unter 15 Mio. $) reduzierten sich in Dollar – der Berichtswährung von ABB – 1%, stiegen auf vergleichbarer Basis jedoch 2%.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.

Mehr zum Thema

13.04.2017 Technologie

Schallende Ohrfeige für ABB

lock-status
07.04.2017 Praktikus

Der Praktikus vom 8. April 2017

lock-status
04.04.2017 Schweiz

ABB kauft in Österreich zu

Meistgelesene Artikel

27.04.2017 Momentum

Bitcoin nahe Allzeithoch

27.04.2017 Schweiz

Klatsche für GAM

lock-status