Unternehmen / Industrie

ABB will in China wachsen

Der Industriekonzern sieht «Riesennachfrage» aus China.

(AWP) Für den Industriekonzern ABB (ABBN 18.985 1.99%) könnte China in den nächsten Jahren zum grössten Absatzmarkt werden: «Das könnte in den nächsten drei Jahren passieren», sagte ABB-Chef Ulrich Spiesshofer in einem Interview mit dem deutschen «Handelsblatt» vom Dienstag (Online). Derzeit ist China für den Schweizer Konzern noch der zweitgrösste Markt weltweit hinter den USA.

Beim Wachstum des Konzerns in China werde die Industrieautomatisierung eine grosse Rolle spielen, sagte Spiesshofer. Auch bei der Stromversorgung herrsche in China derzeit eine «Riesennachfrage», zudem müssten Gebäude, Städte und Elektrofahrzeuge elektrifiziert werden. «Aber vor allem ist China schon heute der grösste Robotikmarkt.»

Keine Sorgen macht Spiesshofer die Ankündigung der chinesischen Regierung, dass im Jahr 2025 mindestens 70% des Robotermarktes von chinesischen Firmen bedient werden sollen. Peking honoriere vielmehr die Tatsache, dass ABB «komplett und auch sehr früh lokalisiert» habe, gab er sich überzeugt. «In China ist ABB kein Importunternehmen, sondern ein lokales, chinesisches Unternehmen mit globalen Wurzeln.»

Das chinesische Projekt der «neuen Seidenstrasse» sei für das weitere Wachstum von ABB wichtig, sagte der CEO des Industriekonzerns. «Wir arbeiten bereits jetzt mit 400 Kunden zusammen und sind in ungefähr 70 Ländern unterwegs, wo wir mit chinesischen Partnern an mehr als 280 Projekten kooperieren.»

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