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ABN Amro streicht fast 3000 Jobs

Der niederländischen Bank setzen die niedrigen Zinsen und die Belastungen aus der Coronakrise zu. Bis 2024 sollen 15% der Stellen gestrichen werden.

(Reuters) Die niederländische Bank ABN Amro setzt zum Kahlschlag an und streicht bis 2024 fast 3000 Jobs. Das entspricht 15% der Stellen, wie das Geldhaus am Montag mitteilte. Zudem wird das Auslandsgeschäft gestutzt, die Bank konzentriert sich künftig neben dem Heimatmarkt Niederlande auf Nordwesteuropa. Die Kosten sollen bis 2024 um 700 Mio. € auf 4,7 Mrd. € schrumpfen.

ABN Amro setzen wie der Konkurrenz die niedrigen Zinsen, die Belastungen aus der Corona-Krise und der harte Wettbewerb zu. Seit Beginn der Pandemie haben die Aktien fast die Hälfte ihres Werts verloren und setzten am Montag ihre Talfahrt fort. Die mauen Aussichten für die kommenden Jahre drückten die ABN-Papiere um mehr als 5% ins Minus.

ABN Amro war einst ein Bankenriese mit mehr als 100’000 Mitarbeitern weltweit, bevor sich der Konzern überhob und in der Finanzkrise 2008 verstaatlicht werden musste. Die Niederlande halten immer noch 56% an dem Geldhaus. Nun setzt ABN Amro die Schrumpfkur der vergangenen Jahre fort und will so im Zeitraum 2021 bis 2024 mindestens eine Eigenkapitalrendite von acht Prozent erzielen. Den Aktionären versprach Vorstandschef Robert Swaak, die Hälfte des Gewinns als Dividende auszuschütten.