Unternehmen / Finanz

Abwehrsystem mit Nachbesserungsbedarf

Die Fincen-Files zeigen Defizite beim Meldewesen für Geldwäscherei auf. Eine Reform ist nötig, aber umstritten.

Dem globalen Kampf gegen Geldwäsche fehlt es noch immer an Durchschlagskraft. Banken führen trotz verschärfter Bestimmungen hochriskante Transaktionen durch. Die Meldung an die zuständigen Behörden erfolgten anschliessend zu zögerlich oder zu spät, wie aus dem am Montag veröffentlichten Datenleck Fincen-Files hervorgeht. 

Die Recherchen eines internationalen Journalistennetzwerks, an dem unter anderem der «Tagesanzeiger» beteiligt ist, stützen sich auf Verdachtsmeldungen zu Geldwäscherei und betreffen hauptsächlich die Jahre 2008 bis 2017. Zwar fungieren Schweizer Geldinstitute bei diesem Datenleck nur am Rand. Die Enthüllungen führten aber dazu, dass UBS, Credit Suisse und Julius Bär Anfang der Woche zu den grossen Verlierern an den Finanzmärkten gehörten. 

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