Märkte / Makro

Abwertung von Tschechiens Krone ist ein Eigentor

Tschechiens Zentralbank schwächt die Krone, um den Export anzukurbeln: Eine wachsende Wirtschaft soll die Deflationsgefahr abwenden. Ob die Rechnung aufgeht, ist jedoch fraglich.

Ludmila Rakusan, Prag

Die von der Zentralbank in Prag ausgelöste Talfahrt der tschechischen Krone droht länger zu dauern als gewollt. Um «Deflationsgefahr abzuwenden», haben die Währungshüter im vergangenen Monat 200 Mrd. Kr. (7,3 Mrd. €) verkauft, das entspricht rund 5% des Bruttoinlandprodukts (BIP). Dafür haben sie Fremdwährungen erworben. Die Krone schwächte sich zum Euro am 7. November 4,6% ab, der Wechselkurs sprang von 25.80 auf 26.98 Kr./€. Danach setzte sich die Talfahrt um weitere 1,7% fort, am Montag handelte die Krone auf 27.43 Kr./€. Sie ist damit so schwach wie zuletzt im März 2009.

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