Sergio wer? Das fragten sich viele Beobachter, als der Tessiner vor acht Jahren die Nachfolge des zurückgetretenen Oswald Grübel als Chef von UBS antrat. Erst ad interim, ab 15. November 2011 ganz offiziell. Der damals 51-Jährige war erst im April von der italienischen UniCredit gekommen. Heute stellt besagte Frage niemand mehr. Ermotti ist der am längsten amtierende UBS-CEO, hat 2017 bereits Peter Wuffli hinter sich gelassen.

Kaum einer seiner Vorgänger hatte die Bank derart radikal umgebaut, was Ermotti viel Applaus bescherte. In den vergangenen vier Jahren harzte es allerdings. Marktturbulenzen belasteten die Bank, dazu kamen die Bussen von rund 5 Mrd. $, die das Institut seit Ermottis Antritt für ­verschiedenste Verfehlungen berappen musste. Der Tiefpunkt kam an der Generalversammlung dieses Jahres, als die Aktionäre wegen des Rechtsstreits mit Frankreich, wo eine Busse von 4,5 Mrd. € droht, Ermotti und dem UBS-Management die Entlastung verweigerten.

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