Unternehmen / Gesundheit

Addex verbucht geringere Einnahmen

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres hat das Genfer Biopharma-Unternehmen weniger eingenommen und den Verlust ausgeweitet.

(AWP) Das Genfer Biopharma-Unternehmen Addex Therapeutics hat in den ersten sechs Monaten 2017 seinen Verlust ausgeweitet. Die Einnahmen waren ebenfalls leicht rückläufig. Gleichzeitig hat das Unternehmen seine liquiden Mittel mit aktuell 3,6 Mio. Fr. gegenüber dem Stand von Ende Februar nahezu stabil gehalten. Mit Blick auf die Pipeline sei man auf gutem Wege, heisst es in der Medienmitteilung vom Dienstag.

So weist Addex auf der Einnahmenseite 227’000 Fr. aus, was etwas unter den 283’000 Fr. des Vorjahres liegt. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung hat das Unternehmen mit gut 1,1 Mio. Fr. in etwa stabil gehalten. Die Kosten stehen vor allem im Zusammenhang mit den Projekten für die beiden Kandidaten Dipraglurant und ADX71441.

Unter dem Strich ist der Verlust auf knapp 1,8 Mio. Fr. gestiegen nach einem Minus von annähernd 1,5 Mio im ersten Halbjahr 2016.

Die liquiden Mittel hat Addex bis Ende Juni mehr oder weniger stabil gehalten. Ende 2016 hatten sie noch bei 1,4 Mio. gelegen. Über eine Privatplatzierung hatte sich Addex im Februar weitere 3 Mio. Fr. gesichert. Der operative Cashburn nach dem ersten Halbjahr liege bei 1 Mio CHF, heisst es weiter.

Pipeline-Projekte laufen

Mit Blick auf die Pipeline-Projekte hebt Addex in seiner Mitteilung unter anderem die Meilensteine und Vorbereitungen für den wichtigsten Kandidaten Dipraglurant hervor. Anfang des Jahres hatte die US-Gesundheitsbehörde FDA dem Kandidaten den Status Orphan Drug Designation erteilt. Der Status gilt im Zusammenhang mit der Behandlung von Levodopa-induzierten Dyskinesien bei Parkinson (PD-LID). Mit den geplanten Versuchsreihen für den Kandidaten sei man im Plan.

Mit dem Produktkandidaten ADX71441 habe man ebenfalls weitere Meilensteine erzielt, heisst es weiter. Zuletzt hatte Addex mitgeteilt, dass ADX71441 bei der Behandlung von Patienten mit übermässiger Schmerzempfindlichkeit, sogenannter Hyperalgesie, etwa bei Darm- und Blaseninfektionen Wirkung gezeigt hatte.

Bei dem Wirkstoffkandidaten handelt es sich um einen GABAB-Rezeptor positiver allosterischer Modulator (PAM). Addex will ADX71441 sowohl in der Schmerzbehandlung als auch in der Behandlung von Ängsten sowie Alkohol-, Nikotin- und Kokain-Sucht einsetzen. Mit ADX71441 laufen derzeit die Vorbereitungen für eine Phase-I-Studie.

Mit Blick auf den weiteren Geschäftsverlauf zeigt sich Addex-CEO Tim Dyer zuversichtlich, dass sein Unternehmen weitere Meilensteine erzielen werde.

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