Unternehmen / Schweiz

Adval Tech leidet unter Branchenschwäche

Probleme der Automobilindustrie lassen sowohl den Umsatz als auch den Gewinn des Zulieferers im ersten Halbjahr tiefer ausfallen.

(AWP) Der Autozulieferer Adval Tech (ADVN 164 -0.61%) hat sich im ersten Halbjahr 2019 mit einem herausfordernden Marktumfeld konfrontiert gesehen. Denn die Automobilindustrie stottert.

Der Umsatz sank in der Folge um 7,4% auf 96,5 Mio. Fr., wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Der Betriebsgewinn auf Stufe Ebit ging um 8,2% auf 6,3 Mio. Fr. zurück und die entsprechende Marge sank auf 6,6 von 6,7%.

Der Unternehmensgewinn schliesslich lag bei 4,2 Mio. Fr., ebenfalls deutlich weniger als die 7,8 Millionen im Vorjahr. Seinerzeit hübschte allerdings der Verkauf der Sparte Molds die Bilanz um 2,8 Mio. Fr. auf.

Adval Tech sei es in einem schwierigen Umfeld gelungen, die Profitabilität zu halten, resümiert das Unternehmen. Denn um die Zahlungen für den Spartenverkauf und um Währungseinflüsse bereinigt habe man den Semesterreingewinn in absoluten Zahlen «nahezu gehalten».

Am meisten Umsatz erzielte Adval Tech mit Kunden in Europa (76%). Der Umsatzanteil asiatischer Kunden habe sich dagegen auf 8% verringert, von noch 13% im ersten Semester 2018. Mit lateinamerikanischen Kunden waren es 11% und jenen aus Nordamerika 5%.

Mit den Zahlen hat Adval Tech die Schätzungen von Research Partners verfehlt.

Verzicht auf Ausblick

Angesichts der Verunsicherungen in der Automobilbranche erwartet Adval Tech auch im zweiten Halbjahr 2019 ein «anspruchsvolles und volatiles» Marktumfeld. Und operativ gelte es für die Gruppe, den geplanten Umzug des Werks in China möglichst reibungslos zu meistern.

Wie bereits im Frühjahr, verzichtet Adval Tech auf konkrete Voraussagen für die Gesamtleistung und den Ebit im Jahr 2019.

Die komplette Historie zu Adval Tech finden Sie hier. »