Unternehmen / Schweiz

Bei Swisscom beginnt die Ära Aeschlimann

Analyse | Der Telecomkonzern verdient im ersten Halbjahr unter dem neuen CEO Aeschlimann weniger. Das Ergebnis ist dennoch sehr vorzeigbar.

Swisscom hat ihren Ruf bestätigt, ein Geschäftsmodell zu haben, dem auch die momentane wirtschaftliche Eintrübung wenig bis nichts anhaben kann. Wie die Halbjahreszahlen des Telecomriesen zeigen, wird trotz geringerer Budgets der Konsumenten bei der Mobiltelefonie und dem Internet nicht gespart. Insgesamt lag das Halbjahresergebnis aufgrund von Einmaleffekten dennoch unter dem des Vorjahres. Der Umsatz entwickelte sich mit 2,7 Mrd. Fr. im Jahresvergleich mit einem Minus von 2% leicht rückläufig.

Wegen einer von der Wettbewerbskommission (Weko) verhängten Busse wurden im zweiten Quartal einmalig 82 Mio. Fr. als Rechtskosten verbucht. Das belastete das operative Ergebnis auf Stufe Ebitda, das mit 1,1 Mrd. Fr. 12% unter dem des Vorjahres lag. Im vergangenen Jahr gab es zudem einen Einmaleffekt aus besonders niedrigen Pensionskosten, der in diesem Quartal wegfiel. Ausserdem spürte Swisscom den schwächeren Euro. Unterm Strich sank das Ergebnis im Zweitquartal deswegen im Jahresvergleich 17% auf 338 Mio. Fr. Die Aktie reagierte auf die Zahlen nur wenig verändert. 

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Leser-Kommentare

Peter Ulli 04.08.2022 - 07:57

Bussen bei Swisscom sind für mich eine fragwürdige Sache. Der Bund ist Hauptaktionär und gleichzeitig Nutzniesser/Gewinner bei so einer Busse. Fazit, der Bund kassiert bevor die andern Aktionär eine Dividende erhalten. In der Privatwirtschaft sprechen die Steuerämter dann schnell von Gewinnvorwegnahme.

Jean Bossy 04.08.2022 - 21:04

Wer mit dem Störungsdienst von Swisscom zu tun gehabt hat, wird sich so wie so über die Nachhaltigkeit des Modells. « Swisscom «  die Frage stellen. Mein Fazit: Swisscom -Aktien: meiden!