Getestet

DJI Air 2s

Wer einmal eine Drohne von DJI geflogen hat, versteht, wieso die Chinesen zu Recht als Marktführer gelten. Fluggerät und Software korrespondieren ohne Probleme, die Drohne steht wie eine Eins in der Luft, auch bei stärkerem Wind, und sie findet ihren Weg nach Hause problemlos. Möglichen Problemen versucht sie so intelligent wie möglich aus dem Weg zu gehen. Die Air 2s, das neueste Gerät aus dem Hause DJI, ist da keine Ausnahme.

Vorgestellt diesen Frühling, folgt die 2s auf die 2. Und wie von Apple gewohnt, steht das «s» im Namen des Produkts für kleine, aber durchaus bemerkenswerte Verbesserungen. Die wichtigste: Die 2s nimmt Bilder mit einem 1-Zoll-Bildsensor auf. Das macht sich nicht nur in feineren Details bemerkbar, sondern zahlt sich vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen aus. Fotos und Videos gelingen dann besser als beim Vorgänger. Filme nimmt die Neue in 5,4 k auf. Auch das ist ein Fortschritt für alle mit der entsprechenden Ausrüstung, um ­Videos in einer solch hohen Auflösung wiederzugeben. Für Foto- und Videoenthusiasten hat die 2s also einiges zu bieten.

Für alle anderen lohnt sich ein Upgrade kaum. Mit ihren Massen von 180×97×77 Millimetern und einem Gewicht von knapp unter 600 Gramm unterscheidet sich die 2s äusserlich nur wenig von der 2. Das Schöne daran: Akkus beispielsweise von der alten passen auch in die neue Drohne. Das proprietäre DJI-Verbindungsprotokoll Occusync wurde etwas verbessert. Die Drohne kann nun zwölf Kilometer weit fliegen, was hierzulande aber kaum praktikabel ist, weil sich das Fluggerät stets in Sichtweite aufhalten muss. Dateien laden nun so aber auch schneller auf das Smartphone. Die 2s hat noch einige Funktionen mehr, um ­Kollisionen in der Luft oder in Bodennähe zu verhindern. Zudem verfügt sie über einige Foto- und Videomodi mehr als die 2er.

Das Schönste an der 2s: Für alle «normalen» Drohnenpiloten ist die Air 2 nun deutlich günstiger zu haben. Wer besonders an Fotos und
Videos interessiert ist, greift aber zur Air 2s. Das Upgrade lohnt sich für die 1000 Fr. Die Fly More Combo bietet für etwas mehr Geld brauchbares ­Zubehör, etwa Zusatzakkus.

, Closing Bell / Getestet

Leser-Kommentare