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Airbus streicht Ausblick

Der französisch-deutsche Flugzeugbauer macht sich für Corona wetterfest und stockt seine Liquiditätsreserven auf 30 Mrd. € auf.

(Reuters) Europas grösster Flugzeugbauer Airbus macht sich für die Coronakrise und den drastischen Einbruch der Luftfahrt wetterfest. Das französisch-deutsche Unternehmen stockt seine Liquiditätsreserven um rund zehn Milliarden auf 30 Mrd. € auf, wie Airbus am Montag in Toulouse mitteilte. Dazu sei der Kreditrahmen um 15 Mrd. € aufgestockt worden. Zudem werde die Dividende für 2019 von 1,80 € je Aktie – das sind insgesamt 1,4 Mrd. € – gestrichen und die Aufstockung des Pensionsplan-Vermögens verschoben.

Airbus wolle damit «gewährleisten, dass wir wieder effizient arbeiten können, sobald sich die Lage verbessert», erklärte Vorstandschef Guillaume Faury. «Aufgrund der volatilen Situation haben wir unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2020 zurückgezogen.»

Der Flugzeugbauer hatte die wegen der Coronavirus-Pandemie für einige Tage unterbrochene Produktion in Frankreich und in Spanien am Montag teilweise wieder aufgenommen. «Durch das Aufrechterhalten der Produktion, das Management des soliden Auftragsbestands, die Unterstützung von Kunden und die Absicherung seiner finanziellen Flexibilität für das operative Geschäft will Airbus sogar im Falle einer anhaltenden Krise die Kontinuität seines Geschäfts sicherstellen», hiess es in der Mitteilung. Airbus begrüsse aber, dass Regierungen weltweit den Fluggesellschaften und den Lieferanten finanziell unter die Arme greifen wollten.