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Airesis noch tiefer in der Verlustzone

Die Beteiligungsgesellschaft rutscht noch tiefer in die roten Zahlen. Am härtesten trifft es die Sportmarke Le Coq Sportif mit einem beinahe verdoppelten Nettoverlust.

(AWP) Die auf Sportmarken spezialisierte Beteiligungsgesellschaft Airesis (AIRE 0.71 -4.05%) hat wegen der Coronakrise einen starken Verlust eingefahren. Im Jahr 2020 belief sich das Defizit auf 23,4 Mio. Fr. nach einem Minus von 14,0 Mio. im Vorjahr.

Die Pandemie und die Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus hätten das Geschäft stark beeinflusst, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Der Umsatz der Gruppe brach um 35% auf 101,8 Mio. Fr. ein.

Am meisten litt die französische Sportmarke Le Coq Sportif, an der die an der Schweizer Börse SIX kotierte Airesis 77% der Aktien hält, unter den Ladenschliessungen zur Bekämpfung der Pandemie in den drei Hauptmärkten Frankreich, Spanien und Italien. Während zwei Monaten seien Verkäufe und Produktion von Le Coq Sportif praktisch stillgestanden, erklärte Airesis mit Sitz in Montreux.

Und im November seien weitere Ausgangsbeschränkungen verhängt worden, gerade in Frankreich, das 80% des Geschäfts ausmache. Angesichts dieser Lage habe man sich mit einem Umsatzrückgang von 23% in Frankreich noch gut geschlagen. Noch schlimmer habe es allerdings die Exportmärkte, inklusive Südamerika erwischt, das hart von der Pandemie getroffen worden sei.

Verlust fast verdoppelt

Le Coq Sportif verdoppelte den Nettoverlust beinahe auf 21,1 Mio. Fr., nachdem die Marke bereits im Vorjahr ein Defizit von 11,4 Mio. Fr. eingefahren hatte.

Um Gegensteuer zu geben, habe man bei Le Coq Sportif die Kostensenkungsplan umgesetzt. Zudem habe man zusätzliche Liquidität durch ein staatlich verbürgtes Darlehen von einem Banken-Pool erhalten. Im vergangenen Jahr war Le Coq Sportif vom Organisationskomitee der Olympischen Spiele 2024 in Paris zum offiziellen Ausrüster des französischen Nationalteams ernannt worden. Damit werde die Sichtbarkeit und der Bekanntheitsgrad von Le Coq Sportif erhöht, schrieb Airesis.

Auch der Skihersteller Movement, an dem Airesis 92% besitzt, musste letztes Jahr Federn lassen. Der Umsatz schrumpfte um 15% auf 8,4 Mio. Fr. Der Reinverlust vergrösserte sich auf 0,7 Mio. nach 0,3 Mio. Fr. im Vorjahr.

Zwar habe man zweistellige Wachstumsraten bei den Verkäufen in der Schweiz erzielt, schrieb Airesis. Dies habe aber den heftigen Einbruch in den europäischen und nordamerikanischen Märkten nicht kompensieren können. Immerhin sei das operative Ergebnis dank der Kostensenkungen mit 0,4 Mio. Fr. nach 0,6 Mio. im dritten Jahr hintereinander positiv geblieben.

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