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Aktie im Blickpunkt

Infineon klettern weiter.

Carlo Emanuele Frezza

Am letzten Handelstag vor dem langen Osterwochenende war an den europäischen Börsen nicht viel los. Der deutsche Leitindex Dax (DAX 15'234.16 +0.21%) schloss 0,6% fester bei 15’107 Punkten und die europäische Benchmark Euro Stoxx 50 (Euro Stoxx 50 3'978.84 +0.03%) avancierte 0,7% auf 3946.

Für den wenigen Gesprächsstoff sorgten die Quartalszahlen von Micron (MU 95.30 +0.01%). Der US-Chiphersteller profitiert vor allem vom Trend zum Home Office. Der Umsatz ist im zweiten Quartal auf 6,2 Mrd. $ von 4,8 Mrd. $ im Vorjahreszeitraum gestiegen. Für das dritte Quartal rechnet das Management mit einem noch höheren Umsatz. Das starke Ergebnis sowie der optimistische Ausblick von Micron liess Europas Anleger zu Halbleiteraktien greifen – allen voran bei Infineon (IFX 35.60 -0.84%).

Die Aktien des deutschen Chipherstellers kletterten am Gründonnerstag 1,2% und näherten sich ein weiteres Stück der markttechnischen Hürde von 40 €. Dass sie sich auf diesem Niveau bewegen, ist durchaus erstaunlich. Denn nach einem Einbruch im Zuge der Coronapandemie notierte der Titel vor einem Jahr zeitweise um 13 €. Seither kennen die Valoren kein Halten. Sie arbeiten sich kontinuierlich nach oben und kosten inzwischen 36.60 €. Damit hat sich der Kurs fast verdreifacht.

Und die Avancen dürften sich bei Infineon fortsetzen. Denn der Megatrend Elektromobilität erweist sich mehr denn je als Wachstumstreiber. Auch ein Blick auf die aktuellen Schätzungen der Analysten zeigt, dass man der Aktie weiteres Kurspotenzial zutraut. Von JPMorgan über Bernstein bis hin zu Credit Suisse (CSGN 9.80 -2.33%), UBS (UBSG 14.94 +0.3%), Deutsche Bank (DBK 10.34 -0.02%) und Goldman Sachs (GS 330.81 -0.1%) – alle empfehlen die Titel zum Kauf. Das Kursziel setzen sie dabei in einer Spanne zwischen 40 und 43 €.

Besonders optimistisch sind die Analysten der CS. Sie haben Infineon erst kürzlich von «Untergewichten» auf «Übergewichten» doppelt hochgestuft und das Kursziel von 31 auf 42.50 € hochgeschraubt. Angesichts der beschleunigten Durchsetzung der E-Mobilität geht Analyst Achal Sultania davon aus, dass der Halbleiterkonzern seine mittelfristigen Ziele übertreffen kann.

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