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Aktie im Blickpunkt

HelloFresh setzt Erfolgsgeschichte fort.

Carlo Emanuele Frezza

HelloFresh-Anleger werden seit einigen Monaten mit steigenden Kursen verwöhnt. Alleine seit Jahresbeginn haben die Valoren rund 150% zugelegt. So positiv, wie sich der Aktienkurs entwickelt, läuft auch das tägliche Geschäft. Im dritten Quartal steigerte der Anbieter von Kochboxen den Umsatz gut 120% auf 970 Mio. €. Der bereinigte Gewinn stieg derweil auf 74,4 Mio. €. Das ist mehr als dreimal so viel wie im Vorjahr. Aufgrund dieser positiven Entwicklung bestätigte das Management den Mitte Oktober zum dritten Mal erhöhten Ausblick.

Schon im bisherigen Verlauf des Jahres vermochte HelloFresh (HFG 61.85 -3.88%) zu beeindrucken. In den ersten neun Monaten wurden 2,6 Mrd. € umgesetzt. Das ist doppelt so viel wie 2019, als ein Umsatz von 1,3 Mrd. € verbucht wurde. Entscheidender ist jedoch ein Blick auf den Gewinn. Denn während im vergangenen Jahr bis zu diesem Zeitpunkt noch ein Verlust von 27 Mio. € angefallen war, steht 2020 ein Gewinn von 230 Mio. € da. Damit ist HelloFresh (Börsenwert: 8,23 Mrd. €) drauf und dran, schwarze Zahlen zu schreiben – zum ersten Mal in ihrer neunjährigen Geschichte.

Nach der Publikation der Zahlen zum dritten Quartal gaben die im MDax notierten Aktien am Dienstag überraschend nach. Einen handfesten Grund war nicht auszumachen. Zu positiv waren die Zahlen. Anleger begründeten die Abgaben daher mit simplen Gewinnmitnahmen. Dass die Stimmung an der Börse rund um HelloFresh eigentlich noch immer gut ist, zeigte sich am Mittwoch. Die Titel kletterten 7% und schlossen bei 50.10 €.

Die Erfolgsgeschichte dürfte sich 2021 fortsetzen. Einige Analysten sehen die Aktien bei etwas unter 60 € fair bewertet. Dass sich HelloFresh weiterhin positiv entwickeln wird, davon ist Gründer und CEO Dominik Richter genauso überzeugt. Er zeigt sich «sehr zuversichtlich», dass sein Unternehmen das Momentum aus der Coronakrise ins neue Jahr mitnehmen kann. Für viele Menschen gehörten die Kochboxen inzwischen zum Alltag. Zudem sieht er noch grosses Potenzial in anderen Ländern, wie zum Beispiel in den USA. Zu den Expansionsplänen dürfte sich Richter am 10. Dezember äussern, wenn der Investorentag ansteht.