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Aktie im Blickpunkt

Microsoft reitet auf der Erfolgswelle.

Carlo Emanuele Frezza

Während in der Schweiz am Ostermontag die Börsen noch geschlossen waren, wurde in den Vereinigten Staaten wieder fleissig gehandelt. Zu den grössten Gewinnern an der Wallstreet avancierten Microsoft (MSFT 260.36 +0.33%) – wie schon so oft in den vergangenen Monaten. Sie erreichten mit einem Plus von fast 3% ein neues Rekordhoch von 249.07 $. Am Dienstag konnten sie die Gewinne dann allerdings nicht bestätigen und büssten 0,5% ein.

Ausschlaggebend für die steigenden Kurse am Montag war das US-Militär, das sich zu einem immer wichtigeren Geschäftspartner von Microsoft entwickelt. Konkret hat das amerikanische Verteidigungsministerium einen Auftrag im Wert von knapp 22 Mrd. $ und mit einer Laufzeit von zehn Jahren erteilt. Vorgesehen ist, dass der Tech-Riese mehr als 120’000 HoloLens-Datenbrillen und die damit verbundenen Datendienste für die US-Armee bereitstellt. Die Brillen sollen die Soldaten mit Nachtsicht- und Wärmebildfunktionen sowie wichtigen Daten zur Erleichterung von taktischen und strategischen Entscheidungen im Kampfeinsatz unterstützen.

Dieser Auftrag zeigt einmal mehr, wie diversifiziert Microsoft ist. Genau davon ist Brent (Brent 66.72 -0.15%) Thill, Analyst bei Jefferies, begeistert: «Das variantenreiche Geschäftsmodell dürfte in absehbarer Zukunft prozentual zweistellige Wachstumsraten bieten.» Diese Begeisterung zeigt sich auch an seiner Empfehlung und im angepriesenen Kursziel. Thill rät, die Titel zu kaufen, und erwartet Avancen von gut 20% auf ein Kursniveau von 300 $.

Jefferies steht mit ihrer positiven Haltung gegenüber Microsoft keineswegs allein da. Credit Suisse (CSGN 9.90 +1%), UBS (UBSG 14.82 +1.93%) und Goldman Sachs (GS 342.47 +1.16%) haben die Titel in den vergangenen Wochen ebenfalls unter die Lupe genommen und sich entzückt gezeigt. Alle drei empfehlen sie zum Kauf. Während sich CS und UBS mit einem Kursziel von 265  bzw. 275 $ etwas nüchterner geben, ist die US-Investmentbank etwas optimistischer eingestellt und erachtet den Tech-Konzern bei 315 $ pro Aktie als fair bewertet.

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