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Aktie im Blickpunkt

HeidelbergCement auf dem Weg zu dreistelligen Kursen.

Carlo Emanuele Frezza

Die Zementbranche steht in diesen ersten Handelstagen des Jahres im Fokus der Anleger. Sowohl die Schweizer LafargeHolcim (LHN 48.55 -1.68%) (+6%) als auch die deutsche HeidelbergCement (HEI 60.88 -1.71%) (+7,2%) haben bisher deutlich zugelegt. Beim Schweizer Zementhersteller ist die Übernahme des Baustoffgeschäfts des japanischen Reifenherstellers Bridgestone (5108 31.39 -2.55%) für die Avancen verantwortlich. Die Transaktion hat einen Wert von 3,4 Mrd. $ und soll sich laut dem Management bereits ab dem ersten Jahr positiv auf den Gewinn pro Aktie auswirken. Das dürfte vor allem den Anlegern Freude bereiten.

Bei der deutschen HeidelbergCement ist es derweil nicht eine Übernahme, die den Aktienkurs in die Höhe treibt. Vielmehr sorgt ein möglicher Verkauf für Kursfantasie. Wie Insider berichten, prüft die Geschäftsleitung – nachdem sie das Geschäft in Frankreich neu aufgestellt hat – die Abspaltung der Aktivitäten in Kalifornien. Ein Verkauf könnte rund 1,5 Mrd. $ einbringen. Mit dem Erlös könnte das Unternehmen die Verschuldung weiter reduzieren und auch in lukrativere Märkte investieren.

Die restlichen amerikanischen Bundesstaaten könnten sich für HeidelbergCement aber immer noch als Erfolgsfaktor erweisen. Sollten die Demokraten ihr angekündigtes milliardenschweres Hilfsprogramm zügig umsetzen, könnte der in Nordamerika sehr aktive deutsche Konzern von den hohen Investitionen in die US-Infrastruktur profitieren.

An der Börse sind Händler und Analysten gegenüber HeidelbergCement positiv gestimmt. Die meisten Analysten empfehlen die Titel zum Kauf. Die Kursziele reichen bis 78 €. Am Horizont sehen manche auch wieder dreistellige Kurse. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg. Am Donnerstag kosteten die Aktien zum Handelsschluss 68.36 €.

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